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Agrarstatistik

Landwirtschaftszählung ist gestartet

Dorf im Sommer von oben
am Freitag, 06.03.2020 - 08:01 (Jetzt kommentieren)

Die Landwirtschaftszählung 2020 hat in vielen Bundesländern begonnen. Deutschlandweit werden rund 265 000 landwirtschaftliche Betriebe zu Themen wie Hofnachfolge, Pachtpreisen, Tierhaltung oder ökologisch bewirtschafteten Flächen befragt. Die etwa alle zehn Jahre von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder durchgeführte Erhebung liefert umfassende Daten für Politik und Wissenschaft, den Berufsstand und die Agrarwirtschaft.

Die Zählung wird vom Statistischen Bundesamt Destatis durchgeführt. Die Ergebnisse werden auf Bundes- und Landesebene, teilweise auch auf Kreis- und Gemeindeebene dargestellt. Die Landwirtschaftszählung ist Teil des Agrarzensus der Europäischen Union (EU) sowie des von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft der Vereinten Nationen (FAO) initiierten weltweiten Agrarzensus.

Die Ergebnisse erlauben dem Bundesamt zufolge eine fundierte Analyse der Richtung und der Geschwindigkeit des Strukturwandels. Zudem soll die Erhebung Daten liefern über die Entwicklung des ökologischen Landbaus,  den Einsatz emissionsmindernder Technik bei der Gülledüngung und über die Haltungsverfahren in der Nutztierhaltung. Befragt werden die Betriebe zur Rechtsform, zur Bodennutzung einschließlich Zwischenfruchtanbau, zu den Tierbeständen, zum ökologischen Landbau, zur Bewässerung, zum Betriebsleiter, zu den Eigentums- und Pachtverhältnissen, zur Hofnachfolge, sowie zu Fördermaßnahmen zur ländlichen Entwicklung.

 

Auskunftspflichtig sind Betriebe über 5 Hektar LF

Basisfragebogen Landwirtschaftszählung

Im Rahmen der Landwirtschaftszählung sind laut Destatis landwirtschaftliche Betriebe auskunftspflichtig, die mindestens eine der in § 91 des Agrarstatistikgesetzes aufgeführten Erfassungsgrenzen erreichen oder übersteigen. Beispielsweise werden alle landwirtschaftlichen Betriebe befragt, die über mindestens 5 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF) verfügen.

Die übrigen Erfassungsgrenzen beziehen sich auf bestimmte Mindesttierbestände beziehungsweise Mindestflächen für Sonderkulturen. Diese seien so gewählt, dass zwar alle Facetten des Agrarsektors abgedeckt seien, Kleinerzeuger aber von der Auskunftspflicht befreit würden.

Von den auskunftspflichtigen landwirtschaftlichen Betrieben wird eine Stichprobe mit rund 80 000 Höfen gezogen. Die Stichprobenbetriebe beantworten über das Grundprogramm hinaus weitere Fragen zu den Arbeitskräften, zu den Einkommenskombinationen, zu den Tierhaltungsverfahren, zur Wirtschaftsdüngerausbringung und -lagerung sowie zur Gewinnermittlung und Umsatzbesteuerung.

Erste Ergebnisse im Januar 2021

Gemäß dem Bundesstatistikgesetz dürfen die gesammelten Daten nur für statistische Zwecke genutzt werden. Eine Weitergabe der Daten an die Finanzverwaltung oder an Stellen, die Fördermittel bewilligen oder kontrollieren, sei ausgeschlossen, unterstreicht das Statistikamt. Vorläufige Ergebnisse der Landwirtschaftszählung sollen im Januar 2021 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche vorgestellt werden. Endgültige Daten werden je nach Themenkomplex im Laufe des Jahres 2021 veröffentlicht.

Weitere Einzelheiten gibt es auf www.landwirtschaftszaehlung2020.de.

Mit Material von Destatis

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