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Gesetz verabschiedet

Mautpflicht: Das gilt jetzt für lof-Fahrzeuge

Ladewagen bei der Silomaisernte
© agrarfoto.com
von , am
10.02.2017

Der Bundesrat hat heute die Änderung des Bundesfernstraßenmautgesetzes verabschiedet. Für die Land- und Forstwirtschaft wurden praktikable Regelungen gefunden.

Nach der heute vom Bundesrat verabschiedeten Novellierung des Bundesfernstraßen­mautgesetzes werden landwirtschaftliche Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h über die bestehenden Ausnahmetatbestände hinaus von der Mautpflicht ausgenommen. Mit der Gesetzesnovellierung gilt die Mautpflicht ab Mitte 2018 für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse auf allen Bundes­straßen. Bislang besteht die Mautpflicht für derartige Fahrzeuge nur auf rund 12.800 km Bundesautobahnen sowie rund 2.300 km autobahnähnlichen Bundesstraßen.

In diesen Fällen gilt die Mautbefreiung

Zu den land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen (lof-Fahrzeuge), die bislang von der Mautpflicht befreit sind, gehören Ackerschlepper mit der Schlüsselnummer 891000 bzw. 871000 und die Geräteträger mit der Schlüsselnummer 892000 bzw. 872000, auch wenn ihre bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit mehr als 40 km/h beträgt, sofern sie für eigene Zwecke unterwegs sind und keinen gewerblichen Güterverkehr betreiben.

Mit der jetzt beschlossenen Novellierung des Bundesfernstraßenmautgesetzes werden nun auch lof-Fahrzeuge bei gewerblichen bzw. geschäftsmäßigen Beförderungen von der Maut befreit, allerdings bis zu einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Der zusätzliche Ausnahmentatbestand lautet im Gesetz „landwirtschaftliche Fahrzeuge im geschäftsmäßigen Güterverkehr mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 40 km/h“

Mit Material von Deutscher Bauernverband (DBV)

Trucks auf dem Acker: Drei Modelle im Vergleich

Beim Silagetransport können die Agrotrucks mit den Schleppergespannen gut mithalten. © Sepp Müller
Der Truck MAN 19.464 F 2000: Firma Spannraft modifizierte ihn so, dass er eine lof-Zulassung erhalten konnte. © Sepp Müller
Sowohl mit der 48 Kubikmeter-Silagemulde als auch mit dem 26-Kubikmeter-Zubringerfass kamen die Redakteure auf Verbrauchswerte um die 15l/h. © Sepp Müller
Der MAN TGS 18.480 4 x 4 BL: mit Hilfe der 480 PS, Luftfederung und Allrad lässt sich der 55-m3-Abschieber von Fliegl problemlos und ziehen. © Sepp Müller
MAN TGS 41.480 8 x 8: Der umbereifte Vierachser mit Allradantrieb ist absolut geländetauglich. © Sepp Müller
MAN TGS 41.480 8x8 mit Flieglabschieber: Der Truck ist mit einem zwölf-Gang-automatisierten-Schaltgetriebe ausgerüstet. © Sepp Müller
Auf den Vierachser mit 480 PS wurde ein 40-m3-Fliegl-Wechselgestellabschieber aufgebaut. © Sepp Müller
Der Truck MAN TGS 41.480 8 x 8 ist extrem geländetauglich. Auf dem Bild ist die Maschine bei der Getreideernte zu sehen. © Sepp Müller
Der Truck MAN TGS 18.480 4x4 BL mit Abschiebeauflieger von Fliegl hat eine Bodenfreiheit von zirka 350 Millimeter. © Sepp Müller
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