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Agrarförderung

Mehrfachantrag: Melden Sie Nutzungsänderungen frühzeitig

am Freitag, 21.06.2019 - 11:11

Wer Agrarflächen anderweitig nutzen will, sollte das rechtzeitig melden. So vermeiden Sie Sanktionen bei den Direktzahlungen.

Stallbau und Betonarbeiten

Aufpassen müssen Landwirte, wenn sie landwirtschaftliche Flächen kurzfristig als Park-, Fest- oder als Lagerplatz für den Leitungsbau nutzen oder Wirtschaftsgebäude darauf errichten. Dies sollten Sie umgehend der Agrarverwaltung melden. Grundsätzlich müssen Betriebsleiter Flächen, die sie im Mehrfachantrag aufgelistet haben, das ganze Kalenderjahr über landwirtschaftlich nutzen, um Direktzahlungen zu erhalten und die Beihilfefähigkeit zu sichern.

„Eine vorübergehende nichtlandwirtschaftliche Nutzung in zeitlich engen Grenzen und eventueller notwendiger vorheriger Anzeige ist möglich, während ein festgestellter endgültiger Entzug aus der landwirtschaftlichen Nutzung vor Ende des Kalenderjahres immer zum Verlust der Beihilfefähigkeit führt“, weiß Stephanie Ruhe von der Landberatung Gifhorn-Wolfsburg.

Nehmen Landwirte nach dem 15. Mai beantragte Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung wegen eines Bauvorhabens heraus, ist dies unverzüglich der Bewilligungsstelle anzuzeigen. Die Fläche wird dann sanktionslos rückwirkend aus der Beantragung zurückgezogen.

Ist Greening noch erfüllt?

Stellt jedoch die Bewilligungsstelle den Verlust der Beihilfefähigkeit fest, erfolgt eine Herausnahme mit zusätzlichen Flächenkürzungen, sobald der Flächenabzug 3 Prozent oder 2 Hektar der verbleibenden Antragsfläche überschreitet.

„Dabei müssen Landwirte darauf achten, dass sie weiterhin die Auflagen zur Anbaudiversifizierung und Greening einhalten“, warnt die Unternehmensberaterin Ruhe.

Zwischenfrüchte auf ökologischen Vorrangflächen können Landwirte noch bis 1. Oktober ändern. Hauptfrüchte müssen bei den Vorgaben für die Anbaudiversifizierung zwischen dem 1. Juni und 15. Juli auf der Fläche stehen.