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Ernteversicherung

Mehrgefahrenversicherung: Gegen Frost absichern

am Donnerstag, 16.01.2020 - 09:22 (Jetzt kommentieren)

Bis Ende Januar können sich Landwirte gegen Frostschäden versichern. Für Dürreversicherungen hat sich die Koalition auf den niedrigeren Steuersatz geeinigt.

Frostschaden-Obstblüte

Landwirte, die frostbedingte Ernteausfälle versichern wollen, können dies bei der Versicherungskammer Bayern bis zum 1. Februar 2020 ohne Wartezeit tun. Für später eingehende Anträge fängt der Versicherungsschutz erst nach einer vierwöchigen Wartefrist an. Die Frist beginnt mit dem Eingang des Antrags zu laufen.

Angesichts steigender Durchschnittstemperaturen startet die Vegetation immer früher. Dies kann die Kälteresistenz von Pflanzen reduzieren. Damit steigt das Risiko für Ernteschäden durch Spätfröste insbesondere im Obst-, Gemüse- und Weinbau, wenn die Pflanzen gerade aufblühen und frisches Grün austreibt. Auch können selbst die fünf Eisheiligen Mitte Mai noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bringen und die Ernte erheblich beschädigen.

Koalition einigt sich auf niedrigeren Steuersatz für Dürreversicherungen

Der bereits seit längerem in Aussicht gestellte ermäßigte Steuersatz für Dürreversicherungen ist nun offenbar in trockenen Tüchern. Unionsangaben zufolge haben sich die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD darauf verständigt, die Versicherungssteuer für das Risiko Dürre von 19 Prozent umgehend auf 0,03 Prozent der Versicherungssumme abzusenken.

Die zunehmenden Extremwetterlagen auch in Deutschland habe die Koalition veranlasst, neben Gefahren wie Hagelschlag, Sturm, Starkfrost, Starkregen oder Überschwemmungen auch explizit Dürreschäden in den Katalog der wetterbedingten Extremwetterereignisse im Versicherungssteuergesetz mit aufzunehmen, erklärte die finanzpolitische Sprecherin der Union, Antje Tillmann.

Mit Material von AgE

Niedrigerer Steuersatz greift schon für dieses Jahr

„Die landwirtschaftlichen Betriebe können sich dadurch bereits in diesem Jahr gegen dürrebedingte Ertragsausfälle zu vergünstigten Konditionen absichern“, betonte Tillmann.

Um das zu erreichen, soll die Absenkung im „Gesetz zur Einführung von Sondervorschriften für die Sanierung und Abwicklung von zentralen Gegenparteien“ geregelt werden. Ein baldiges Inkrafttreten wäre fraglich gewesen, hätte man auf die Novelle des Versicherungssteuergesetzes gewartet, die erst im Herbst in das parlamentarische Verfahren eingebracht werden soll.

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