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Risikomanagement

Mehrgefahrenversicherung: Keine Steuern für niederländische Bauern

am Donnerstag, 06.02.2020 - 09:17 (Jetzt kommentieren)

Niederländische Landwirte haben großes Interesse an Mehrgefahrenversicherungen. Das sind die Gründe.

Abschwemmung auf einem Feld

Die Zahl der niederländischen Landwirte, die sich gegen Schäden durch Extremwetterereignisse wie Starkregen und Dürre versichern, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Wie das Haager Wirtschaftsministerium jetzt mitteilte, waren im vergangenen Jahr insgesamt 1.940 Landwirte versichert. Vor sieben Jahren waren es nur 600 Bauern gewesen.

Für das laufende Jahr sind dem Wirtschaftsressort viele neue Angebotsanfragen von Landwirten bei den Versicherern eingegangen, die das weiter zunehmende Interesse unter anderem mit günstigeren steuerlichen Rahmenbedingungen begründeten.
 

Bessere Leistungen und keine Versicherungssteuer

So werde für die Mehrgefahrenversicherung in den Niederlanden seit dem 1. Januar 2020 keine Versicherungssteuer mehr erhoben. Bis dahin habe der betreffende Steuersatz bei 21 Prozent gelegen. Außerdem entschädigten die Versicherungen trockenheitsbedingte Ernteschäden nun schon ab einer Schadensschwelle von 20 Prozent. Zuvor hatte der Schwellenwert noch 10 Prozentpunkte höher gelegen.

Jaap van Wenum, der beim niederländischen Bauernverband (LTO) die Ackerbauabteilung leitet, führte die wachsende Nachfrage nach Witterungsversicherungen darauf zurück, dass das Schadensrisiko durch extreme Wetterbedingungen in den vergangenen Jahren gestiegen sei. Die Niederlande kämpften inzwischen häufiger mit Starkregen. Außerdem seien bestimmte Landesteile öfter von extremer Trockenheit betroffen gewesen.

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