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Klimawandel

Methanarme Schafe in Neuseeland gezüchtet

Schafe Neuseeland
am Montag, 09.12.2019 - 10:00 (Jetzt kommentieren)

In Neuseeland können die Bauern jetzt Schafe mit einem geringeren Methanausstoß züchten und so die Treibhausgasemissionen senken.

Wie die Branchenorganisation Beef+Lamb New Zealand kürzlich mitteilte, wurde nach mehrjähriger Forschungsarbeit ein Methanzuchtwert für ein genetisches Programm zur Verringerung des Ausstoßes dieses Gases eingeführt. Dies sei eine Weltneuheit. Der Branchenorganisation zufolge haben bisherige Forschungsergebnisse gezeigt, dass einzelne Schafe unterschiedliche Methanemissionen aufweisen und diese Eigenschaft an die nächste Generation weitergegeben wird. Ziel sei nun, die „schadstoffarmen“ Tiere zu identifizieren und für die Zucht zu verwenden.

Gasemissionen der Schafe werden in Kammern gemessen

Züchter, die an dem Methanzuchtwertprogramm teilnehmen möchten, müssen Tiere ihrer Herde in transportablen Akkumulationskammern messen lassen, die zu den Farmen gebracht werden. In den Kammern werden laut Beef+Lamb New Zealand im Abstand von 14 Tagen zwei Mal rund 50 Minuten die Gasemissionen der Schafe gemessen. Die daraus resultierenden Informationen würden dann zusammen mit anderen genetischen Informationen verwendet, um den Methanzuchtwert zu berechnen. "Methanzuchtwert ist ein Instrument, um die Verpflichtungen des landwirtschaftlichen Sektors zum Klimaschutz durch Senkung der Treibhausgasemissionen umzusetzen", sagte Sam McIvor, Geschäftsführer der Branchenorganisation.

30 Prozent der Treibhausgase Neuseelands durch Weidetiere verursacht

"Die Fortschritte durch Züchtung brauchen noch Zeit", ermahnte Mark Aspin, Generaldirektor des am Projekt beteiligten Greenhouse Gas Research Pastoral Consortium. Es werde deshalb an weiteren Maßnahmen gearbeitet, welche die Methanemissionen verringerten, beispielsweise durch spezifische Futterpflanzen. Andere Technologien zielten auf die Pansenmikroben ab, die für die Methanproduktion verantwortlich seien. Neben der Einbringung von methanreduzierenden Verbindungen in den Pansen werde auch an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen diese Mikroben gearbeitet. In Neuseeland entfallen etwa 30 Prozent aller Treibhausgase des Landes auf das Methan von Weidetieren, weshalb auch für Rinder an emissionssenkenden Lösungen geforscht wird.

Mit Material von AgE

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