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Milchtankstellen: Wann für Glasflaschen Gebühren fällig sind

am
21.02.2019

Wer Glasflaschen an einer Milchtankstelle verkauft, muss sich bei der Stiftung Verpackungsgesetz registrieren lassen. Landwirte können davon aber abweichen.

Milchtankstelle-Drögemüller

Auch wenn Kunden an Milchtankstellen Glasflaschen kaufen und diese für das Milchabholen wiederverwenden, müssen sich Landwirte bei der "Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsgesetz" grundsätzlich registrieren lassen. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hin.

Sofern Landwirte die Verpackungen jedoch direkt an den privaten Endverbraucher abgeben, handelt es sich bei den Milchflaschen um Serviceverpackungen. In diesem Fall kann der Letztvertreiber, zum Beispiel ein Landwirt mit einer automatischen Milchzapfanlage, von seinem Flaschenlieferanten verlangen, dass dieser die Systembeteiligung für die Flaschen übernimmt.

Anreize für Rückgabe von Glasflaschen treffen

Milchtankstelle-Glasflasche

Die Registrierungspflicht für Landwirte oder Flaschenlieferant greift aber nur dann, wenn kein Anreizsystem für die Rückgabe der Flaschen vorhanden sei, so die Kammerexpertin Sabine Hoppe.

Laut Verpackungsgesetz muss das geeignete Anreizsystem kein Pfand sein. Es kann auch beispielsweise ein Give-away oder eine Preisreduktion bei der Rückgabe von Flaschen sein. Dieses Anreizsystem ist laut Hoppe jedoch erforderlich. Vielfach hatten in der Vergangenheit Betroffene behauptet, Mehrwegsysteme seien vorhanden, obwohl die eingesetzten Flaschen weniger als 2 Umläufe hatten.

Milchtankstellen: Einstieg in die Direktvermarktung

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