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Saisonkräfte

Mindestlohn: Heidl ist gegen weitere Erhöhungen

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Josef Koch, agrarheute
am
09.01.2019

Gewerkschaften und Bundesfinanzminister Scholz wollen den Mindestlohn weiter erhöhen. BBV-Präsident Walter Heidl wehrt sich dagegen.

Die Forderungen von Gewerkschaftsvertretern nach einer weiteren Steigerung lehnt der Bayerische Bauernverband deshalb kategorisch ab.

Der gesetzliche Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2019 um 35 Cent auf 9,19 Euro angehoben. Bereits beschlossen ist außerdem eine weitere Anhebung zum 1. Januar 2020 auf dann 9,35 Euro brutto je Arbeitsstunde.

„Durch diese politisch verordneten Lohnsteigerungen wird die Wettbewerbsfähigkeit in der Land- und Forstwirtschaft verringert. Gerade die arbeitsintensiven Sonderkulturbetriebe verlieren gegenüber ausländischen Erzeugern weiter an Boden“, sagt der bayerische Bauernpräsident Walter Heidl.

Kostenexplosion verhindern

Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte sich jüngst für eine Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro ausgesprochen. „Eine solche Anhebung würde zu einer Kostenexplosion auf vielen Bauernhöfen führen“, sagt Heidl.

„Heimisches Obst und Gemüse müsste unweigerlich teurer werden. Wenn Verbraucher nicht bereit sein sollten, für Produkte aus Bayern oder Deutschland einen deutlichen Mehrpreis zu bezahlen, wäre das das Aus für viele regionale Obst- und Gemüsebauern.“

In anderen EU-Ländern kann nach wie vor unter wesentlich günstigeren Wettbewerbsbedingungen produziert werden.

Gegenleistungen anrechnen

Darüber hinaus bekräftigt der Bayerische Bauernverband seine Forderung nach einem Bürokratieabbau beim Mindestlohn. „Durch die Einführung des Mindestlohns wurde die befürchtete Bürokratielawine losgetreten. Sie muss unbedingt gestoppt werden und die Aufzeichnungspflichten auf ein vernünftiges Niveau zurückgeführt werden“, fordert Heidl.

Zudem müsse jede geldwerte Gegenleistung auf den Mindestlohn angerechnet werden können.

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