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Tarifvertrag

Mindestlohn: In der Landwirtschaft sollen 9,10 Euro auch 2018 gelten

Arbeiter beim Spargel sortieren
© Katharina Kiermeir
von am
19.12.2017

Die Löhne für landwirtschaftliche Beschäftigte sollen ab 2018 steigen. Nun müssen die Regionalverbände der Arbeitgeber die Empfehlung umsetzen.

Saisonarbeiter beim Spargelstechen
Der Mindestlohn für landwirtschafltiche Beschäftigte soll 2018 bei 9,10 Euro/Stunde bleiben. Darauf haben sich Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt geeinigt.  © Katharina Kiermeir

Der Lohn für landwirtschaftlich Beschäftigte in der untersten Lohngruppe beträgt laut neuem Mindestentgelttarifvertrag Landwirtschaft und Gartenbau ab 1. Januar 2018 9,10 Euro/Stunde. Ab dem 1. Januar 2019 gilt der Betrag des gesetzlichen Mindestlohns. Bereits seit 1. November 2017 betrug der Stundenlohn in dieser Lohngruppe 9,10 Euro/Stunde. Der gesetzliche Mindestlohn für 2018 beträgt dagegen nur 8,84 Euro/Stunde.

Das haben Gesamtverband der Deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände e.V. (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) heute, am 19. Dezember 2017 in der sogenannten Bundesempfehlung für Landarbeiter beschlossen. Die Tarifhoheit liegt bei den Mitgliedsverbänden des GLFA, teilt der Verband mit. Nunmehr komme es darauf an, die Inhalte der Bundesempfehlung zügig in regionalen Verhandlungen mit der IG BAU umzusetzen.

Drei Prozent höhere Löhne ab 2018

Die Löhne und Gehälter für landwirtschaftlich Beschäftigte werden ab 1. Januar 2018 um 3 Prozent, ab 1. Januar 2019 um 2,5 Prozent und ab 1. Januar 2020 um weitere 1,5 Prozent angehoben. Die Laufzeit der Bundesempfehlung endet zum 30. Juni 2020.

Da die letzte Lohnerhöhung für Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft bereits am 1. Juli 2014 erfolgte, haben sich GLFA und IG BAU weiterhin verständigt, zum Ausgleich alle Lohngruppen in den regionalen Tarifverträgen auf Basis der am 30. Juni 2015 geltenden Tariflöhne vorab rechnerisch um 3 Prozent zu erhöhen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Bundesempfehlung sind Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. GLFA und IG BAU haben sich über 2 Ausgestaltungen geeinigt. Beide gehen von einer Jahresarbeitszeit von 2.088 Stunden, einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und einer Verstetigung des Monatseinkommens aus. Für eine zeitnahe Umsetzung in den regionalen Rahmentarifverträgen sei damit der Weg frei, so der GLFA.

Höhere Ausbildungsvergütungen

Der Präsident des GLFA, Martin Empl, sieht die Bundesempfehlung als positives Signal für eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf den Betrieben an.

Die Arbeitgeber würden damit die Arbeit der Beschäftigten anerkennen und ihr Engagement würdigen. Auch mit der Empfehlung, die Ausbildungsvergütungen überproportional zu erhöhen, komme zudem der Wille zum Ausdruck, den Ausbildungsberuf Landwirt attraktiv zu halten und Nachwuchs zu sichern.

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Frau mit Kühen
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