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Saisonkräfte

Mindestlohn steigt zum Januar 2019 auf 9,19 Euro

Saisonarbeitskräfte auf dem Feld
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Josef Koch, agrarheute
am
26.06.2018

Bis 2020 soll der Mindeststundenlohn auf 9,35 Euro brutto steigen. Der Bund muss den Beschluss der Mindestlohnkommission nun rechtskräftig umsetzen.

Im kommenden Jahr müssen Landwirte für Saisonkräfte einen höheren Mindestlohn einplanen.

Nach dem Beschluss der Mindestlohnkommission ist ein gesetzlicher Mindestlohn von 9,19 Euro brutto je Arbeitsstunde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 vorgesehen, ab 2020 soll er 9,35 Euro brutto je Arbeitsstunde betragen. Gegenüber dem jetzigen Niveau von 8,84 Euro steigt der Mindestlohn in 2019 um 4 Prozent an.

Die Bundesregierung setzt diesen Beschluss durch eine Rechtsverordnung in Kraft.

Der Tariflohn in der Landwirtschaft für die unterste Lohngruppe beträgt schon jetzt 9,10 Euro beziehungsweise 9,25 Euro pro Stunde ab vier Monaten Betriebszugehörigkeit. 

Kritik vom Arbeitgeberverband

Kritisch wertet der Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) die heute veröffentlichte Empfehlung der Mindestlohnkommission. Zwar habe man die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 9,19 Euro pro Stunde ab Januar 2019 erwartet, sagte GLFA-Geschäftsführer Burkhard Möller gegenüber AGRA-EUROPE. Der Vorschlag, bereits ab Januar 2020 die nächste Erhöhung auf 9,35 Euro vorzunehmen, sei jedoch „völlig überraschend“.

 

Mit Material von AgE
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