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Niederländische Landwirte vernetzen sich gegen Tierrechtler

Mann im Schutzanzug in einem Schweinestall
am
01.08.2019
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Niederländische Landwirte vernetzen sich in der Facebook-Gruppe „Farmers Defence Force“ gegen Tierrechtler und Stallbesetzer.

Niederländische Landwirte haben Mitte Mai die Facebook-Gruppe „Farmers Defence Force“ gegründet, um sich bei Stallbesetzungen und ähnlichen Aktionen durch Tierrechtler gegenseitig zu unterstützen. Auslöser war die Stallbesetzung in Boxtel (agrarheute berichtete), bei der rund 125 Tierschutzextremisten in einen Schweinestall eingedrungen waren und diesen stundenlang besetzt hatten.

Die Gruppe hat enormen Zulauf und zählt inzwischen mehr als 10.200 Mitglieder.

Initiative will Stalleinsteiger notfalls gewaltfrei "entfernen"

Ziel des Zusammenschlusses sei eine rasche gemeinsame Reaktion bei zukünftigen Stallbesetzungen, erklärten die Gründer der Initiative gegenüber der niederländischen Tageszeitung "De Telegraaf". Vor allem ginge es ihnen um öffentlichkeitswirksame Gegendemostrationen. Gewalt sei dabei ausgeschlossen.

Allerdings würden Eindringlinge mit Zustimmung des betroffenen Landwirts im Notfall durch die Gruppe entfernt, wenn die Polizei sich nicht zügig um den Fall kümmere.

ISN warnt vor Selbstjustiz in Deutschland

Wer der geschlossenen Facebookgruppe beitreten möchte, muss neben seiner Verbindung zur Landwirtschaft erklären, dass er sich in den Diskussionen mäßigt und nicht zu Gewalt aufruft.

Dennoch warnt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Blick auf ähnliche Initiativen hierzulande ausdrücklich vor unüberlegten Handlungen, auch wenn das Thema verständlicherweise emotional stark besetzt sei.

Man dürfe sich in keinem Falle zu Selbstjustiz und Gewalt gegen Stallbesetzer und andere Tierrechtsaktionisten hinreißen lassen. Bei sei immer die Polizei zu rufen, stellt die Interessengemeinschaft auf ihrer Homepage klar.

Mit Material von AgE, ISN
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