Login
Bundestag

Parlamentarischer Abend zur konservierenden Bodenbearbeitung

Strohmatte in Maisbestand
Catrin Hahn, joule
am
11.11.2016

Am Abend des 9. November veranstaltete die Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung GKB e.V. in Berlin einen Parlamentarischen Abend.

Zu der Veranstaltung unter dem Thema "Nachhaltiger Boden- und Erosionsschutz" fanden sich zahlreiche Parlamentarier ein, darunter der Schirmherr des Abends MdB Hermann Färber oder die Mitglieder des Bundestages Kees de Vries, Artur Auernhammer, Ingrid Pahlmann, Carola Stauche, Marlene Mortler und Waldemar Westermayer, alle CDU. In drei Referaten und einer angeregten Diskussion wurden die Ziele und Hintergründe der konservierenden Bodenbearbeitung besprochen.

Drei praktische Landwirte aus verschiedenen Regionen stellten ihre Betriebe und ihre Beweggründe für den Pflugverzicht vor. In der lebhaften Diskussion herrschte schnell Einigkeit darüber, welche Aufgaben die konservierende Bodenbearbeitung erfüllt und dass als Instrument dafür Totalherbizide eine wichtige Rolle spielen.

Schließlich hat der größte Teil der anwesenden Parlamentarier selber einen landwirtschaftlichen Hintergrund. So war dieses Ziel der Veranstaltung - die Information über die Bedeutung von Glyphosat - schnell erreicht.

Weiterer Austausch wichtig

Parlamentarier im Bundestag

In der Diskussion wurden aber sehr konstruktiv die Erwartungen beider Seiten aneinander ausgedrückt. Die Parlamentarier baten um weitere detailreiche und intensive Informationen aus der Branche, um Fakten und Argumente im Austausch mit ihren Bundestagskollegen zur Hand zu haben.

Auch wenn, wie es mehrmals anklang, sowohl in der öffentlichen Debatte als auch im Politikbetrieb Emotion und Ideologie häufig über die Sachinformation gestellt werde.

Mehr Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit

Wichtig war den Politikern auch, dass die Landwirtschaft sich mehr in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren und die Verbraucher über ihre Arbeit informieren müsse.

Die Landwirte hingegen baten um die Unterstützung der Abgeordneten, um in der Politik gehört zu werden. Es müsse dort wahrgenommen werden, dass die Landwirtschaft einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen pflege und ihr Ziel die ökonomisch wie ökologisch einwandfreie Produktion von Lebensmitteln sei.

Moderiert wurde der Abend von agrarmanager-Redakteurin Catrin Hahn. Die Referate hielten Thomas Sander aus Waldenburg/Sachsen; Ulrich Zink aus Seidewitz, Sachsen-Anhalt und Ludwig Wreesmann aus Friesenoythe, Niedersachsen.

Auch interessant