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Pflanzenschutz: Absatz auf 10-Jahrestief

Pflanzen
am Dienstag, 12.11.2019 - 11:51 (Jetzt kommentieren)

Die Menge der in Deutschland in den Markt gebrachten Pflanzenschutzmittel ist vergangenen Kalenderjahr auf den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren gesunken. Regelrecht eingebrochen ist der Absatz bei Glyphosat.

Der Absatz ohne inerte Gase verringerte sich im Vergleich zu 2017 um fast 15 Prozent auf 29.583 t Wirkstoff, berichtet der Industrieverband Agrar (IVA) unter Berufung auf die amtliche Statistik des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL).

Besonders kräftig war der Absatzeinbruch bei Glyphosat. Die Statistik weist in der Wirkstoffgruppe der Organophosphorherbizide, zur der auch Glyphosat gehört, einen Rückgang zum Vorjahr von 27 Prozent aus.

 

Landwirte reduzieren Pflanzenschutz

Die neue BVL-Statistik widerlege das gängige Vorurteil, dass die Landwirte immer mehr Spritzmittel einsetzten, betont der IVA. Der Rückgang spiegle sich auch im Umsatz der organsierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutzindustrie wider, heißt es weiter.

Dieser ist im selben Zeitraum um 7,4 Prozent zurückgegangen, berichtete der IVA. Geschäftsführer Martin May erläuterte dazu, dass es durch Witterungseinflüsse oder veränderten Schädlingsdruck von Jahr zu Jahr zu Schwankungen bei der Absatzmenge kommen könne.

Aber es gebe keinerlei Belege für einen ansteigenden Trend, stellte May klar.

Mit Material von Industrieverband Agrar (IVA)

Statistik: Einsatz Pflanzenschutzmittel in Deutschland

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