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Rindermast

Proteste: Irische Rinderhalter erhalten bessere Schlachtbedingungen

irische Rindermast
am Mittwoch, 21.08.2019 - 15:00 (Jetzt kommentieren)

Nach tagelangen Protesten erhalten irische Rindermäster nun bessere Schlachtbedingungen. Das wurde vereinbart.

Nachdem irische Rinderhalter in vielen Teilen des Landes tagelang protestiert und zum Teil auch Schlachthöfe besetzt hatten, wurden nun Einigungen mit der Regierung erzielt, berichtet das Portal AgriLand. Über 36 Stunden hatten Bauernverband, Fleischerverbände und die Regierung miteinander verhandelt. Irlands Agrarminister, Michael Creed, zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen.

"Vor allem bei der Erhöhung der Transparenz entlang der ganzen Wertschöpfungskette haben wir große Fortschritte erzielt", sagte er vor Vertretern der irischen Presse. Irische Rindermäster hatten auf der eigens gegründeten Plattform beefplan aufgerufen, gegen die niedrigen Rindfleischpreise zu protestieren. Mitglieder des Forums sind jedoch nicht zufrieden mit den Vereinbarungen. "Verbraucher zahlen den gleichen Preis oder sogar mehr, während Landwirte immer weniger Geld bekommen. Entweder die Verarbeiter oder der Handel profitieren davon", sagte ein Vertreter von beefplan.    

Fleischerverband erfreut über Ergebnisse

Trotz alledem zeigten sich Fleischerfachverbände erfreut über die Einigung. Folgende Vereinbarungen trafen die Interessensvertreter:

  • Überarbeitung der Klassifizierung der Schlachtkörperteile
  • Landwirte können Klassifizierungen mittels Schiedsverfahren künftig anfechten
  • Schlachter müssen Landwirte künftig vier Monate im Voraus über Änderungen der Schlachtgewichtsobergrenze informieren
  • Überarbeitung der Preisberichterstattung
  • Schlachtmasken, Bilder der Schlachtkörper sowie Kriterien für Qualitätsboni müssen vom Mäster einsehbar sein  

Zudem verpflichtete sich das Agrarressort dazu, Studien zur Markttranparenz in Auftrag zu geben sowie zur gezielten Absatzförderung des Rindfleischsektors. Beide Seiten einigten sich außerdem darauf, die Forderung der vollen Höhe der Finanzmittel aus der GAP und die gekoppelten Beihilfen für Mutterkühe beizubehalten.

Enttäuschung für viele Rindermäster

"Viele irische Rindermäster werden dennoch enttäuscht sein", betonte Joe Healy, Präsident des irischen Bauernverbands. Das Hauptproblem seien nämlich die niedrigen Erzeugerpreise, die bei den Gesprächen nicht erwähnt wurden.

Healy befürchtet, dass viele irische Rinderhalter durch den kommenden Brexit in Existenznöte geraten werden. "Wir brauchen dringend mehr finanzielle Unterstützung der EU und Soforthilfen für unsere Rinderhalter", sagt Healy. 

Im Juni hatte die EU Irlands Rindfleischerzeugern ein Hilfspaket über 100 Mio. Euro zugesichert.     

Bauernkalender: Irlands sexy Landwirte

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