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Halbjahresbilanz

Rentenbank: 25 Prozent weniger Kredite in der Sparte 'Landwirtschaft'

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.08.2016

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat im ersten Halbjahr 2016 insgesamt Programmkredite in Höhe von 3,4 Mrd. Euro vergeben, 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Die schwache Entwicklung auf den Agrarmärkten spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung der Landwirtschaftlichen Rentenbank wider. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 2016 im Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten 3,4 Milliarden (Mrd.) Euro ausgegeben. Das sind 6,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Bedingt durch die angespannte Lage vieler landwirtschaftlicher Betriebe blieb die Nachfrage nach Darlehen zur Liquiditätssicherung hoch. Sie erreichte in den ersten sechs Monaten 89,5 Mio. Euro.

"Die schwierige Situation in der Landwirtschaft und das Niedrigzinsumfeld wirken sich natürlich auf unser Geschäft aus. Dennoch bleiben unsere Förderkredite attraktiv. Der Grund dafür liegt nicht nur im Zinsvorteil, sondern vor allem darin, dass wir den Hausbanken günstige Konditionen auch bei langen Laufzeiten anbieten können", so Dr. Horst Reinhardt, Sprecher des Vorstands der Rentenbank.

Einzelne Fördersparten mit unterschiedlicher Entwicklung

Das Neugeschäft mit Programmkrediten entwickelte sich in den einzelnen Fördersparten unterschiedlich. Die Preiskrise auf den Agrarmärkten machte sich insbesondere in der Fördersparte "Landwirtschaft" bemerkbar. Hier sagte die Bank 1,1 Mrd. Euro neu zu, 24,6 % weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Gebäudefinanzierungen, aber auch Finanzierungen für Maschinen- und Flächenkäufe gingen stark zurück.

Sparte 'Erneuerbare Energien' mit Plus von 5,9 %

  • In der Fördersparte "Erneuerbare Energien" stieg das Neugeschäft dagegen um 5,9 % auf 732,8 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2015: 692,1 Mio. Euro) an. Hierfür war ein kräftiger Zuwachs um 19,2 % auf 608,3 Mio. Euro (510,2 Mio. Euro) bei Windkraftfinanzierungen verantwortlich, der stärker zu Buche schlug als der gleichzeitige Rückgang bei den Finanzierungen für Fotovoltaik- und Biogasanlagen.
  • Die Neuabschlüsse in der Fördersparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft" erreichten ein Volumen von 508,1 Mio. Euro (368,1 Mio. Euro), 38,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Hier finanzierte die Bank vor allem Maschinen, Gebäude und Betriebsmittel.
  • In der Fördersparte „Ländliche Entwicklung“ lag das Neugeschäft mit 906,4 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (909,2 Mio. Euro).

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