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Klimaschutz

Rukwied: CO2-Steuer kann Bauern helfen

am
08.07.2019
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Eine CO2-Steuer kann Biokraftstoffe wettbewerbsfähiger machen. Für Landwirte sei dies eine Chance, so der DBV-Präsident Rukwied.

Rukwied vorm Brandenburger Tor

Eine Chance für die Landwirtschaft sieht der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, in der Diskussion um eine CO2-Steuer. „Eine CO2-Bepreisung des Einsatzes fossiler Energieträger kann für die Landwirtschaft hilfreich sein“, erklärte Rukwied. Seinen Angaben zufolge könnte damit der bisherige Wettbewerbsnachteil für die Bioenergie endlich ausgeglichen werden.

Konkret fordert der Bauernverband eine schrittweise Anhebung der Treibhausgas-(THG)-Minderungsquote im Verkehr von 6 Prozent im Jahr 2020 auf 16 Prozent im Jahr 2030. Laut Rukwied würde das für einen offenen Wettbewerb zwischen Elektromobilität und Biokraftstoffen sorgen.

Der DBV-Präsident erinnerte daran, dass sich der Verband in seiner eigenen Klimastrategie selbst Emissionsreduktionsziele gesetzt habe: „Die landwirtschaftlichen Emissionen von Methan und Lachgas können wir bis 2030 vor allem durch Effizienzsteigerungen in der Düngung und durch mehr Biogasanlagen mit Güllenutzung noch deutlich mindern.“

Schulze: "CO2-Steuer ist kein Allheilmittel"

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am vergangenen Freitag neue Gutachten für eine sozialverträgliche CO2-Bepreisung vorgestellt. Demnach kann die Politik einen CO2-Preis zum Schutz des Klimas so ausgestalten, dass er sozial verträglich wirkt und kleine und mittlere Einkommen nicht ungerecht belastet.

Laut Schulze sei ein CO2-Preis „kein Allheilmittel, mit dem wir alle Klimaziele erreichen“.  Zusammen mit anderen Maßnahmen sei er aber „ein wichtiger Baustein, damit Deutschland wegkommt von der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas“.

Gerade in den Bereichen Verkehr und Wärme fehlten bislang genügend Preisanreize für einen Umstieg auf klimafreundliche Alternativen. Künftig solle daher gelten, „wer sich klimafreundlich verhält, wird belohnt“.

Mit Material von AgE
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