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Sicherheit

Schutz vor Einbruch und Diebstahl: Live-Fernüberwachung für Betriebe

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Julia Eder, agrarheute
am
08.09.2017

Bei einem Einbruch zählt jede Sekunde, um Täter zu erwischen oder Hab und Gut zu retten. Für eine schnelle Reaktion gibt es seit einiger Zeit Sicherheitsservices für eine 24-Stunden-Überwachung.

Kein Betrieb ist vor Einbruch sicher. Ob teure landwirtschaftliche Maschinen oder gelagerte Güter wie Pflanzenschutzmittel: Es gilt sich bestmöglich gegen Diebstähle abzusichern. Dazu kommen besonders in den vergangenen Monaten immer wieder Stalleinbrüche.

Überwachungskameras und Alarmanlagen sind eine Möglichkeit, sich zu schützen. Die Gewerkschaft der Polizei gibt dabei jedoch zu bedenken: Bei einer klassischen Überwachungsanlage werde zunächst eine externe Servicezentrale oder ein Wachdienst alarmiert. Diese müssen den Einbruch verifizieren, bevor die Polizei gerufen werden darf. Dadurch vergeht viel Zeit, in denen Eindringlinge Vandalismusschäden anrichten oder kostbare Beute sammeln können.

Das Prinzip des 24h-Live-Fernüberwachung

Im Gegensatz dazu gibt es mittlerweile mehrere Anbieter einer "24h-Live-Fernüberwachung". Das Prinzip: Schlägt die Sicherheitsanlage Alarm, geht dieser in Sekunden bei einem Leitstellenmitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein, der täglich 24 Stunden in Bereitschaft steht. Dies gilt als Vorprüfung, sodass - wenn der Mitarbeiter einen Einbrecher feststellt - direkt die Polizei alarmiert werden kann.

Schockmoment durch direkte Ansprache

Ein Anbieter der 24h-Live-Fernüberwachung ist Protection One. Die Besonderheit: Über Lautsprecher können mögliche Täter direkt angesprochen werden. Das kann beispielsweise zur Klärung der Situation durch Passwortnennung oder zu einem Schreckmoment für Einbrecher beitragen. Dieser Schreckmoment, in dem bestenfalls noch die Polizei erwähnt wird, reicht oft schon aus, damit die Täter ohne größeren Schaden oder Diebstahl verschwinden.

Alarmsystem mit Funkübertragung

Ein weiterer Anbieter ist protego 24. Deren Alarmsystem basiert auf Funkübertragung, die kostengünstig ist und große Distanzen überbrücken kann, was vorteilhaft ist, wenn Stall- oder Biogasanlagen vom Wohnort entfernt sind. "Die gesamte Anlage wird ferngewartet und ist sabotagesicher", versichert Axel Goldau, Sicherheitsberater bei protego 24. "Kosten für Alarme ohne Grund sind nahezu ausgeschlossen. Kosten für Polizeieinsätze ohne Grund werden von Endkunden getragen." Kleinere Tiere lösen keinen Alarm aus, da das System Kleintiere bis ca. 18 kg ignoriert. Ist die Situation unklar, werden die Personen angerufen, die mit dem Kunden vereinbart wurden. Die Überwachungsdienstleistung kostet hier 29,69 brutto pro Monat zzgl. der Technikkomponenten zum mieten, leasen oder kaufen.

Mit Material von Gewerkschaft der Polizei, Protection One, protego 24

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