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Landwirtschaft der Zukunft

So schützen Sie Ihren Betrieb vor Hackerangriffen

am Freitag, 10.01.2020 - 12:18 (Jetzt kommentieren)

Der Einsatz digitaler Technologien macht die Landwirtschaft anfällig für Angriffe von Hackern und Cyberkriminellen. Jeder Betrieb sollte deshalb Schutzmaßnahmen ergreifen.

Hackerangriff auf landwirtschaftlichen Betrieb

Schädlinge gehören zu den größten Feinden der Landwirte. Sie kommen zum Beispiel als Käfer daher und befallen Pflanzen und Früchte. Oder sie tarnen sich als Anhang einer E-Mail, die von einem lange bekannten Geschäftspartner oder gar einem Familienmitglied stammt. Für den ersten Fall ist jeder professionelle Landwirt gewappnet. 

Bei Schädlingen, die von Cyberkriminellen geschickt werden, ist es oft ein bisschen anders. Dabei sind die Gefahren, die von Trojanern und Computerviren ausgehen, für Landwirte ebenso existenzbedrohend wie ein Schädling aus der Natur.

Trojaner durch dubiose E-Mails

Hackerangriff

Der Weg eines Hackerangriffs ist immer gleich: Der Empfänger öffnet eine E-Mail, die nicht von einer dubiosen Adresse, sondern von einem realen und bekannten Absender stammt. Der E-Mail ist ein Word-Dokument mit der Bitte um Prüfung angehängt. Ein paar Klicks reichen, und schon entfaltet die Schadsoftware ihr unheilvolles Werk: Die Täter verschaffen sich kompletten Zugriff auf das Netzwerk und bauen einen Verschlüsselungstrojaner ein. „Der verschlüsselt Daten, legt ganze Netzwerke lahm und fordert Lösegeld“, erklärt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Sicherheit ist Chefsache

Wichtig ist, die IT-Sicherheit von Anfang an mitzudenken. Und: Sicherheit muss Chefsache sein. Jeder Landwirt sollte sich die Frage stellen: Welche Systeme und Bereiche sind für meinen Betrieb die wichtigsten? Also: Kerngeschäftsprozesse und notwendige Unterstützungsprozesse identifizieren – und die kritischen Infrastrukturen.

Maßnahmen zur Prävention

Diese Maßnahmen ohne viel Aufwand oder externe Hilfe sorgen für mehr Cybersicherheit im Betrieb: 

  • Passwort: mindestens acht Zeichen lang mit Groß- und Kleinbuchstaben und Ziffern und Sonderzeichen.
  • No-Gos beim Passwort: Begriffe aus dem Wörterbuch oder aus dem privaten oder beruflichen Umfeld (Geburtsdatum, Rinderrasse, Name der Kinder, o.ä.) 
  • Updates: unbedingt regelmäßig (Sicherheits-)Updates durchführen, am besten automatische Updates in den Einstellungen aktivieren. 

Oberstes Gebot bleibt: den gesunden Menschenverstand nutzen, vor allem bei dubiosen E-Mails und Anfragen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails am besten sofort löschen. 

Was Sie tun müssen, falls Sie gehackt wurden, lesen Sie in der Januar-Ausgabe vom agrarheute-Magazin: 

Mit Material von Digitalverband Bitkom
Das agrarheute Magazin Die digitale Ausgabe Mai 2021
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