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Getreideschrot

Tipps zur Konservierung und Lagerung

getreidekonservierung.de/bes
am
25.12.2015

Erntefrisches Getreide und vor allem Getreideschrot ist nicht ausreichend lagerfähig und muss deshalb konserviert werden. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Schrot richtig konservieren und lagern.

Folgende Punkte sollten Sie bei der Lagerung und Konservierung von Getreideschrot beachten, um es vor dem Verderben zu schützen:

  • Eine Mischung aus Propionsäure, Ammoniumpropionat und Propylenglykol wie beispielsweise Grain Save NC muss dem Getreide vor der Schrotung zudosiert werden. Dadurch verhindern Sie das Wachstum von Schmimmelpilzen, Hefen und Bakterien. Außerdem erhalten Sie dadurch den Futterwert.
     
  • Aufgrund ihrer Agressivität sollte Propionsäure nach dem Mahlvorgang zudosiert werden.
     
  • Schüttkegel, die bei der Einlagerung entstanden sind müssen eingeebnet werden um einen sogenannten Kamineffekt zu vermeiden. Sonst würde sich beim Erhitzen des Silos von außen die Feuchtigkeit des Getreideschrots in dem 'Kamin' sammeln. Dieser Effekt gefährdet die Stabilität des Futters.
     
  • Bei überdachter und trockener Lagerung des Schrotes ist eine Abdeckung nicht erforderlich. Ist eine Folie notwendig, so darf diese erst nach dem Auskühlen des Schrotes, d.h. frühestens nach drei Tagen, erfolgen. Ansonsten besteht die Gefahr einer Kondenswasserbildung unter der Folie.
     
  • Eine Wiederbefeuchtung beispielsweise durch Niederschläge muss während der gesamten Lagerung verindert werden.
     
  • Getreideschrot darf während der Einlagerung nicht festgefahren werden.
     
  • Bei der Befüllung von Blech- oder Betonsilos ist ein säurefester Schutzanstrich empfehlenswert.
     
  • Nach der Einlagerung des Schrotes ist eine Oberflächenbehandlung mit einem Liter Säure pro Quadratmeter durchzuführen.
     
  • Der Stapel sollte in regelmäßigen Abständen sensorisch kontrolliert werden. Dadurch können mögliche Dosierfehler rechtzeitig erkannt werden.
     
  • Die Temperatur des gelagerten Getreides darf sich nach der Einlagerung auf keinen Fall erhöhen, sondern muss nach zwei bis drei Monaten auf unter 20°C sinken.
     
  • Behandeltes und unbehandeltes Schrot kann nicht gemeinsam gelagert werden. Das gilt auch für unterschiedlich behandelte Partien. Die Feuchtigkeit aus der feuchtesten Partie wandert sonst in die trockenere. Diese verliert dadurch ihre Lagerstabilität und verdirbt.
     
  • Konservierungsmittel, die nicht korrosiv sind, sogenannte NC-Säuren, besitzen keine schädlingsbekämpfende Wirkung. Sie wirken jedoch hemmend unter anderen auf Milben und Kornkäfer. Durch den Zusatz von K-Obiol beispielsweise wird die schädlingsbekämpfende Wirkung verbessert.
     
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