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Digitalisierung

Darum wächst der Markt für digitale Landwirtschaft weiter

am Dienstag, 08.10.2019 - 10:52 (Jetzt kommentieren)

Die digitalisierte Landwirtschaft ist ein Wachstumsmarkt. Bis 2021 soll sie jährlich um 13 Prozent wachsen, so eine Roland Berger Studie.

Digitalisierung

Intelligente Managementsysteme mindern nicht nur betriebswirtschaftliche Risiken, sondern schützen auch Tiere und Umwelt. Die digitalisierte Landwirtschaft ist deshalb ein Wachstumsmarkt und soll bis 2021 um jährlich knapp 13 Prozent zulegen. Das sind die Ergebnisse der neuen Roland Berger-Studie "Farming 4.0: How precision agriculture might save the world".

"Der technologische Wandel der Agrarindustrie ist weniger im Fokus der Öffentlichkeit, aber genauso tiefgreifend wie die Veränderung der Automobilindustrie", beschreibt Wilfried Aulbur, Partner bei Roland Berger, die Situation.

Die Hauptaufgabe des Agrarsektors liegt darin, eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten. Das bedeutet, dass laut UN-Prognose im Jahr 2050 weltweit rund 10 Milliarden Menschen ernährt werden müssen.

Gleichzeitig zerstören aktuelle Bewirtschaftungsmethoden und der Klimawandel fruchtbare Ackerflächen, was wiederum Erträge gefährdet. Doch moderne Technologien können helfen: Mit digitalisierten Systemen können beispielsweise Krankheiten bei Nutztieren frühzeitig erkannt und Düngemittel punktgenau gespritzt werden, was das Betriebsergebnis insgesamt verbessert.

Landwirte brauchen mehr Innovationen

Der Klimawandel beeinflusst fruchtbare Ackerböden negativ. Dies lässt die Ernteerträge sinken und verursacht Mehrkosten für Landwirtschaftsbetriebe; ihre Verschuldung nimmt zu und die Gefahr einer Pleite droht.

Zeitgleich aber fordern Konsumenten und Gesetzgeber nachhaltigere und effizientere landwirtschaftliche Methoden. Moderne Landwirtschaftsunternehmen sollten darauf mit Investitionen in neue Hard- und Softwarelösungen reagieren.

"Viele Landwirte sind traditionell eher risikoavers und können den Wandel mit ihren finanziellen Möglichkeiten nicht alleine vorantreiben", gibt Wilhelm Uffelmann, Partner bei Roland Berger, zu bedenken. "Deshalb sollten Wertschöpfungspartner wie Landmaschinenhersteller in die Transformation eingebunden werden." Entsprechend sollte auch die gesamte Logistikkette neujustiert werden.

Besonders wichtig ist der Aufbau von Kooperationenmit weiteren Unternehmen aus dem Agrarsektor und innovativen Start-ups, denn eines ist klar, sagt Uffelmann: "Wer sich nicht mit der Modernisierung befasst, gefährdet seine Marktposition."

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