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Mecklenburg-Vorpommern

Bodenpreise sind um 120 Prozent gestiegen

Gewinnsteigerung in der Landwirtschaft
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Anke Fritz, agrarheute
am
07.04.2017

In den vergangenen fünf Jahren sind die Bodenpreise in Mecklenburg-Vorpommern um 120 Prozent gestiegen. Mittlerweile kostet der Hektar im Schnitt 20.000 Euro.

In Mecklenburg-Vorpommern diskutieren Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und die Fraktion Die Linke im Landtag über die Bodenpolitik. Die Linke forderten eine rasche Änderung des Grundstücksverkehrsgesetzes. "Mein Haus setzt sich seit geraumer Zeit intensiv mit diesem Thema auseinander. Gleiches empfehle ich der Opposition, bevor sie Luftschlösser auf Sand baut", so der Minister.

Man sei sich zwar einig, dass die einseitige Verteilung landwirtschaftlicher Flächen und die hohen Bodenpreise kleinen Landwirten hierzulande Probleme bereiten. Seit 1991 wurden allein in Mecklenburg-Vorpommern 2,7 Milliarden Euro in Bodenkäufe investiert. Damals lag der Preis bei rund 2.000 Euro pro Hektar. In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise um weitere 120 Prozent gestiegen - haben sich also mehr als verdoppelt. Während 2010 noch rund 9.200 Euro je Hektar Land gezahlt wurden, sind es heute im Schnitt 20.000 Euro je Hektar.

Ursachen für steigende Bodenpreise

Schuld sei laut Backhaus insbesondere der durch die Privatisierungspflicht laut Einigungsvertrag erzeugte Kaufzwang, der die Bodenpreise zum Teil in abenteuerliche, völlig unrealistische Höhen getrieben und Investitionen in wertschöpfungsintensive Produktionszweige oftmals verhindert hat. „Das war ein Geburtsfehler der Deutschen Einheit. Das Ganze jetzt begrenzen und zurückzuholen, gleicht dem Versuch, Zahncreme zurück in die Tube drücken zu wollen“, so Backhaus.

Außerlandwirtschaftliche Investoren

Ebenso wies der Minister darauf hin, dass man nicht per se alle außerlandwirtschaftlichen Kapitalanleger über einen Kamm scheren dürfe. "Es gibt viele positive Beispiele, die zeigen, dass es Investoren gibt, die die Bezeichnung Heuschrecke nicht verdienen und sich in den Dörfern engagieren wie heimische Landwirte auch", erklärte Backhaus.

Mit Material von Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg Vorpommern

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