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Smart Farming

Digitale Landwirtschaft: Diese Vorteile sehen Landwirte

Digitale Tablet-Anwendung in der Landwirtschaft
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Anke Fritz, agrarheute
am
02.11.2016

Eine repräsentative Befragung unter Landwirten und Lohnuntermehmern zeigt, welche Vorteile, aber auch Sorgen die Digitalisierung für Landwirte bringt.

Mehr als jeder Zweite in der Branche nutzt derzeit digitale Lösungen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unterstützt vom Deutschen Bauernverband (DBV) unter 521 Landwirten und Lohnunternehmern. Gefragt wird nach den drei wichtigsten Vorteilen von der sogenannten Landwirtschaft 4.0 :

  • 39 Prozent der Befragten nennen die körperliche Entlastung, die die Digitalisierung mit sich bringt.
  • 37 Prozent sehen die höhere Produktionseffizienz als wichtigsten Vorteil.
  • 36 Prozent nennen die Zeitersparnis und
  • die geringere Umweltbelastung (31 Prozent).

Drei Viertel der Befragten meinen, dass sie dank digitaler Technologien langfristig ihre Kosten senken können. 67 Prozent sagen, dass Smart Farming auch die Qualität der landwirtschaftlichen Erzeugnisse verbessert.

Höchste Digitalisierung in der Tierhaltung

Landmaschinen, mit denen die Bodenbearbeitung, Aussaat, Pflanzenpflege und Ernte digital erfolgt, nutzen bereits 39 Prozent der Landwirte beziehungsweise Lohnunternehmer. Auch die Haltung der Nutztiere verändert sich rasant durch die Digitalisierung. Mit einer digitalen tier-individuellen Fütterung versorgen heute schon 51 Prozent der Landwirte ihre Tiere.

Roboter sind bei acht Prozent aller Betriebe im Einsatz, besonders stark verbreitet wiederum in der Tierhaltung: Mehr als 37 Prozent der Befragten setzen auf die Robotertechnik, mit der zum Beispiel der Stall gesäubert oder das Melken tiergerechter durchgeführt werden kann.

Digitalisierung: Landwirte befürchten staatliche Kontrollen

Es gibt aber auch Befürchtungen in der Branche:

  • Sorge um die Datensicherheit beziffern 42 Prozent als Nachteil von Landwirtschaft 4.0 und als Hemmnis der digitalen Transformation der Branche.
  • 54 Prozent befürchten mehr staatliche Kontrollmöglichkeiten durch die Digitalisierung.
  • 30 Prozent meinen, die Sorge um den Verlust der Datenhoheit bremse die Digitalisierung der Branche.
  • Gleichwohl ist die große Mehrheit mit 84 Prozent unter bestimmten Voraussetzungen dazu bereit, digital erhobene Betriebsdaten zur Verfügung zu stellen, etwa wenn sich dafür der bürokratische Aufwand reduzieren würde (60 Prozent).
Mit Material von DBV, Bitkom

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