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Einigung

Düngerecht: Stoffstrombilanz statt Hoftorbilanz

Gülle wird auf einem Stoppelfeld ausgebracht
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Anke Fritz, agrarheute
am
21.10.2016

SPD und CDU/CSU scheinen sich bezüglich der Hoftorbilanz geeinigt zu haben. Statt einer Hoftor- soll es eine Stoffstrombilanz geben.

Wie der Sprecher für Agrarpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Friedrich Ostendorff in einer Pressemitteilung schreibt, hätten sich SPD und CDU/CSU am letzten Tag, der von der EU-Kommission gesetzten Frist von der umstrittenen Hoftorbilanz auf eine Stoffstrombilanzierung geeinigt.

Wie Ostendorff weiter schreibt, soll nun anstelle der Hoftorbilanzierung die Stoffstrombilanz Einkehr auf deutschen Betrieben halten. Die Landwirte würden demzufolge nicht mehr bilanziert, sondern kontrolliert werden.

Streit um die Hoftorbilanz

Die Einführung der Hoftorbilanz ist eins der Streitthemen bei der Novellierung des Düngerechts. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert seit langem die Einführung der Hoftorbilanzierung in der Änderung des Düngegesetzes zu berücksichtigen. Die Erfassung und Kontrolle der Stoffströme im landwirtschaftlichen Betrieb bietet ihrer Meinung nach eine wesentliche Entscheidungshilfe für die Optimierung des Betriebssystems mit dem Ziel eines effizienten und umweltschonendem Einsatzes von Düngestoffen.

Der Deutsche Bauernverband hingegen sieht die Einführung einer Hoftorbilanz mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand vor allem für tierhaltende Betriebe verbunden, der nicht gezielt mit der Düngung in Verbindung steht.

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