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Analyse

Düngermarkt: Preise für N-Dünger fallen weiter

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
13.04.2017

Im März und im April sind Exportpreise für Harnstoff und andere Stickstoffdünger deutlich zurückgegangen. Unser Marktexperte rechnet mit weiter nachgebenden Preisen.

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Ab der zweiten Märzhälfte gaben auch die Preise an den deutschen Spotmärkten für die beiden wichtigsten Stickstoffdünger Harnstoff und Kalkammonsalpter (KAS) nach. An den internationalen Handelsplätzen zeigen die Preiserwartungen bis September weiter nach unten. Dies dürfte auch hierzulande für weitere Korrekturen und nachgebende Preise sorgen, schreibt Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager.

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Deutsche Harnstoffpreise geben nach

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An den deutschen Spotmärkten sind die Harnstoffpreise in der zweiten Märzhälfte und auch Anfang April deutlich zurückgegangen. Dabei dürfte der zuletzt wieder schwächere Euro den Preisrückgang sogar etwas gedämpft haben. Vor dem Hintergrund der weiter nachgebenden Kontraktpreise an den wichtigsten internationalen Handelsplätzen, dürfte der Druck auf die deutschen Spotmarkpreise zunächst einmal bestehen bleiben. 

Mitte April kostete granulierter Harnstoff an den deutschen Importhäfen etwa 285 Euro je t und damit rund 15 Euro weniger als vor vier Wochen, als die Preise etwa bei 305 Euro lagen. Mitte Februar wurde Harnstoff an den deutschen Spotmärkten sogar noch für 310 Euro gehandelt und damit 25 Euro über dem derzeitigen Niveau. Im Vergleich zum vorigen Jahr sind die derzeitigen Spotmarkpreise für Harnstoff in Deutschland noch etwa 25 Euro höher.

Preisrückgang auch bei KAS und AHL

Die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpter (KAS) haben an den deutschen Importhäfen in der zweiten Märzhälfte und Anfang April ebenfalls nachgegeben. Mitte April lagen die Preisforderungen für die Verladung von Kalkammonsalpter (KAS) etwa bei 210 Euro je t und damit 12 Euro niedriger als vor vier Wochen mit 222 Euro je t.

Die Spotmarkpreise für Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) lagen an den deutschen Importhäfen Mitte April bei 152 Euro und waren damit etwa 8 Euro niedriger als vor vier Wochen und noch 2 Euro höher als im Januar. Im Vergleich zum vorigen Jahr sind die derzeitigen AHL-Preise 21 Euro je t niedriger.

Vor dem Hintergrund der nachgebenden Weltmarkpreise für Stickstoffdünger, ist auch bei AHL und bei KAS mit weiter rückläufigen Preisen zu rechnen.

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