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Dürrehilfen

Dürre in Australien: Diese Hilfen bekommen die Farmer

Trockenheit Australien
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Anke Fritz, agrarheute
am
31.07.2018

In Deutschland treffen sich gerade Bund und Länder, um über Dürrehilfen zu beraten. Auch Australiens Farmer leiden unter Trockenheit. Dort wurden die Hilfsmaßnahmen jetzt verdoppelt.

Nicht nur hierzulande, sondern auch in Teilen von Australien leiden die Farmer unter extremer Trockenheit. Betroffen von der „größten Dürre seit Jahrzehnten“ sind vor allem der Süden und Osten des Landes. Dort haben insbesondere Tierhalter aufgrund verdorrter Weiden Schwierigkeiten, ihr Vieh zu füttern.

Nothilfeprogramm umfasst 634 Mio. Euro

Der Bundesstaat New South Wales (NSW) gab bekannt, seine Dürrehilfen um umgerechnet 317 Mio. Euro auf gut 634 Mio. Euro zu verdoppeln. Laut Angaben von Regierungschefin Gladys Berejiklian soll die zusätzliche Finanzspritze den Landwirten helfen, den „unverzeihlich trockenen Winter" zu überstehen.

Den größten Anteil am Nothilfeprogramm haben mit 120 Mio. Euro Transportsubventionen für Futter und Wasser. Diese sollen rückwirkend zum Januar 2018 bis zu einer Höhe von 12.680 Euro je Betrieb gezahlt werden.

Zudem wurde das Budget eines Innovationsfonds, der Landwirten finanziell hilft, ihre Infrastruktur an Wetter- und Klimaschwankungen anzupassen, um 95 Mio. Euro aufgestockt. Die Regierung in New South Wales hat außerdem bei den Farmern auf die Erhebung verschiedener Gebühren verzichtet und die Wassergebühren eingefroren.
 

Weiteres Programm soll Farmaushalte unterstützen

Der Bauernverband in New South Wales begrüßte das „großzügige Hilfspaket“, betonte jedoch, dass es unbürokratisch und leicht zugänglich sein müsse. „Es sind nicht nur die großen Kosten, die die Liquidität des Farmgeschäfts beeinflussen. Es sind die kleinen, fortlaufenden Verpflichtungen, die sich addieren", merkte Verbandspräsident James Jackson an. Neben den Bundesstaaten versucht auch die australische Regierung, den durch Dürre in Not geratenen Landwirten zu helfen, vor allem durch das Unterstützungsprogramm für Farmhaushalte (FHA).

Seit 2014 wurden mit dem Programm bereits rund 8.000 Bauernfamilien finanziell unterstützt, um in Notsituationen Ausgaben für Nahrungsmittel, Kleider oder Schulausflüge der Kinder tätigen zu können. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums wären jedoch mehr als doppelt so viele Haushalte anspruchsberechtigt gewesen; sie haben dies aber nicht geltend gemacht. Der Grund sei, dass die Farmer ihr Anspruchsrecht falsch einschätzten oder aus Angst vor zu viel Bürokratie auf einen Antrag verzichteten.

Mit Material von AgE

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