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Milchkrise

100 Mio. Euro zusätzlich: Rukwied bringt Bund-Länder-Topf ins Spiel

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
19.08.2016

DBV-Präsident Joachim Rukwied erwartet weitere Krisen-Hilfen für die Landwirte in Höhe von 100 Mio. Euro. Ein entprechendes Bund-Länder-Paket habe Minister Schmidt in Aussicht gestellt.

Joachim Rukwied, DBV-Präsident

Kommen auf die bisher angekündigten Hilfsgelder für die deutschen Landwirte noch einmal 100 Millionen Euro oben drauf? Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) habe zusätzliche 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt, wenn die Länder 40 Millionen beisteuern würden, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied am Freitag im Rahmen der Erntepressekonferenz in Berlin.

Rukwied forderte die Länder auf, diesen Beitrag zu leisten. Verbale Solidaritätsbekundungen allein reichten nicht.

Rukwied: 'Milchkrise noch lange nicht zu Ende'

"Die Milchkrise ist noch lange nicht zu Ende", erklärte Rukwied im Rahmen der Pressekonferenz. Zwar gebe es erste positive Anzeichen. Die Preise für die Erzeuger lägen aber immer noch zwischen 20 und 26 Cent je Liter. Um die Kosten zu decken, gelten mindestens 35 Cent als erforderlich.

Zu Beginn der Woche hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) angekündigt, den EU-Anteil für Liquiditätshilfen in Höhe von 58 Millionen Euro mit Bundesmitteln zu verdoppeln.

Die EU-Gelder stammen aus dem 2. Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen Euro, welches EU-Agrarkommissar Phil Hogan den Ländern in Aussicht gestellt hat. Darin enthalten ist neben den 350 Mio. Euro an Liquiditätshilfen (Anteil Deutschland: 58 Mio. Euro) auch ein 150-Mio.-Euro Programm zur Drosselung des Milchangebots.

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