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Steuer und Finanzen

21 Prozent mehr Kredite: Darin investieren Landwirte

von , am
24.07.2015

Flächenkäufe, Gebäude- und Maschineninvestitonen - das ist für Landwirte derzeit interessant. Denn darin investieren sie Geld, wie aus den neuesten Zahlen der Rentenbank hervorgeht. Ein Überblick.

Lohnt sich der Anbau von Winterweizen? Mit dem Berechnungs-Tool der LfL lässt sich dies schnell herausfinden. © agrar-press
Das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten der Rentenbank erreichte im ersten Halbjahr ein neues Allzeithoch, meldet die landwirtschaftliche Rentenbank. Mit 3,6 Milliarden Euro wurde der Wert des Vorjahreszeitraums um 15 Prozent übertroffen. In der Fördersparte "Landwirtschaft" stieg das Neugeschäft um 21 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Besonders gefragt waren Finanzierungen für Gebäude und Flächenkäufe.
 
Während die hohe Kreditnachfrage für Flächenkäufe erwartungsgemäß auch den Preisanstieg auf dem Bodenmarkt widerspiegelt, überrascht der neuerliche Anstieg der Gebäude- und Maschineninvestitionen.
 

Kreditnachfrage je Fördersparte:

  • Fördersparte "Agrar- und Ernährungswirtschaft": hier führten Finanzierungen für Maschinen und Gebäude zu einem um 49 Prozent gestiegenen Neugeschäft in Höhe von 0,4 Mrd. Euro.
  • Fördersparte "Ländliche Entwicklung", in der die Rentenbank insbesondere Investitionen in die kommunale Infrastruktur refinanziert; hier sorgte die stärkere Nachfrage der Landesförderinstitute für einen Anstieg des Neugeschäfts um 82 Prozent auf 0,9 Mrd. Euro.
  • Rückläufig war dagegen die Nachfrage nach Förderkrediten in der Sparte "Erneuerbare Energien". Hier gingen, wie erwartet, die Finanzierungen für Windkraft, Biogas und Fotovoltaik weiter zurück. Die Rentenbank vergab für diese Zwecke 0,7 Mrd. Euro, ein Drittel weniger als im ersten Halbjahr 2014.
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