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Ratgeber

6 Tipps zum energetischen Sanieren: So geht‘s

© Andreas Hermsdorf/pixelio.de
Cornelia Krieg, LAND & Forst ,
am
23.11.2015

Mit einem Sanierungskredit der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau können Landwirte ihr Haus energieeffizient sanieren oder umbauen. Wie das geht, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Die energetische Sanierung eines Hauses erfolgt in mehreren Schritten. Welche das sind, und worauf Landwirte achten sollten, lesen Sie hier.

Tipp 1: Beratung nutzen

Nutzen Sie vor einer Sanierung eine vom Bundesamt für Wirtschaft (Bafa) geförderte Energieberatung. Die Beratung samt Gutachten kostet für Einfamilienhäuser zirka 1.000 bis 1.500 Euro, 60 Prozent davon (maximal 800 Euro) bezahlt das Bafa. Kontaktieren Sie einen Sachverständigen. Nehmen Sie am besten einen Experten, der später die Baubegleitung übernehmen kann. Sie können sich von ihm ein Konzept für eine Komplettsanierung Ihres Hauses zum KfW-Effizienzhaus erstellen lassen. Alternativ schlägt der Berater einen Sanierungsfahrplan vor, der schrittweise ausgeführt werden kann.

Tipp 2: Sanierung planen

Die staatliche KfW-Bank schreibt für die Fachplanung und Baubegleitung einen Sachverständigen vor. Sind Sie mit dem Energieberater zufrieden, können Sie ihn damit beauftragen. Der Baubegleiter erstellt die Detailplanung und hilft bei der Ausschreibung der Arbeiten, der Kostenaufstellung und dem Förderantrag.

Tipp 3: Finanzierungsplan aufstellen

Stellen Sie einen Finanzierungsplan auf. Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • Kreditsumme, die Sie benötigen
  • Rate, die sie sich im Monat höchstens leisten können

Lassen Sie sich nicht nur von Ihrer Bank, sondern auch von einer Verbraucherzentrale beraten, welche Kreditvariante für Sie optimal ist.

Tipp 4: Kredit beantragen

Die Förderkredite können Sie nicht direkt bei der KfW, sondern nur über ein anderes Kreditinstitut Ihrer Wahl beantragen. Mit diesem schließen Sie den Kreditvertrag ab. Die Bank prüft Ihre Kreditwürdigkeit und verlangt meist eine Grundschuld als Sicherheit. Sie leitet den Antrag an die KfW weiter, zusammen mit einer Bestätigung Ihres Sachverständigen, dass die geplanten Maßnahmen die Förderbedingungen erfüllen.

Tipp 5: Sanierung beginnen

Die Arbeiten können nur beginnen, wenn die Förderzusage der KfW vorliegt. Der Baubegleiter prüft, ob die Baufirmen korrekt arbeiten, damit der geplante energetische Standard eingehalten wird.

Tipp 6: Ausführungsbestätigung der Bank übergeben

Sind die Arbeiten fertig, übergeben Sie Ihrer Bank die Bestätigung Ihres Sachverständigen über die planmäßige Ausführung. Drei Monate später fließt der Tilgungszuschuss der KfW auf das Kreditkonto.

Sie können bei der KfW einen 50-prozentigen Zuschuss für die Baubegleitung (maximal 4.000 Euro) beantragen. Dafür haben Sie maximal drei Monate Zeit, nachdem der Baubegleiter die Rechnung gestellt hat.

 

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