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Produktion und Förderung

Agrarbeihilfen: Empfänger heute wieder im Netz

© agrar-press
von , am
25.04.2012

Heute veröffentlicht Deutschland die EU-Agrarbeihilfen aus dem Fonds für Landwirtschaft und Fischerei. Einzelunternehmen und Personengesellschaften stehen unter besonderem Schutz.

© krick/agrar-press
Veröffentlicht werden dürfen allerdings nur juristische Personen. Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom November 2010 bleiben alle natürlichen Personen ungenannt. Erstritten haben das Urteil zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes Landwirte aus Hessen.
Nachdem urprünglich überhaupt keine Daten mehr veröffentlicht wurden, überarbeiteten die EU-Agrarfondszahlstellen in Deutschland ihre Datenbestände. Mit der Folge, dass seit April 2011 juristische Personen veröffentlicht werden, die Zahlungsempfänger von EU-Agrarbeihilfen sind. Natürliche Personen bleiben ungenannt.

Im Schnitt 300 Euro Flächenprämie

Nach Informationen des Bauernverbandes erhalten Landwirte als pauschalen Ausgleich für die hohen europäischen Standards im Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz eine Flächenprämie von rund 300 Euro pro Hektar und Jahr. Hinzu kommen einzelbetriebliche und überbetriebliche Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER), zum Beispiel für vertragliche Agrarumweltmaßnahmen und Investitionsförderungen. Im Bereich der klassischen Agrarmarktpolitik waren die EU-Ausgaben 2011 insgesamt deutlich rückläufig.
 
Die höchsten Marktordnungsbeihilfen erhielten nach Informationen des DBV verschiedene Unternehmen der Schlachtbranche für eine vorübergehende Einführung der privaten Lagerhaltung bei Schweinefleisch Anfang 2011. 

Inzwischen sind die Daten online. Zur entsprechenden Internetseite gelangen Sie hier ...

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