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Produktion und Förderung

Agrarbericht 2011: Immer weniger Bauernhöfe

von , am
10.05.2011

Berlin - 2010 gab es in Deutschland nur noch 300.700 landwirtschaftliche Betriebe - 2,2 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Die Durchschnittsgröße der Betriebe hingegen steigt.

Ab heute gelten neue Regeln. © Mühlhausen/landpixel
Während es 2007 noch 321.600 landwirtschaftliche Betriebe gab, waren es im Vorjahr nur noch 300.700 - ein Minus von 2,2 Prozent pro Jahr, wie die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf den Agrarbericht 2011 des Bundeslandwirtschaftsministeriums meldete.

Durchschnittsfläche steigt von 52 auf 56 Hektar

Rund 1,1 Millionen Menschen arbeiteten 2010 in der Landwirtschaft. Auch diese Zahl war in den Jahren davor um jeweils zwei Prozent höher. Ein erneuter Rückgang wurde ebenso bei den Haupterwerbsbetrieben verzeichnet, während die Durchschnittsfläche der Höfe von 52 auf nunmehr 56 Hektar gestiegen ist. Mehr als die Hälfte der deutschen Agrarfläche (55 Prozent) wird bereits von Großbetrieben mit 100 Hektar oder mehr bewirtschaftet.

140 Milliarden Euro erwirtschaftet

Insgesamt erwirtschaftete die Landwirtschaft mit vor- und nachgelagerten Bereichen im vergangenen Jahr 140 Milliarden Euro oder 6,5 Prozent der Wertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche. Der Agrarexport wuchs 2010 nach dem Einschnitt durch die Finanzkrise wieder. "Jeden vierten Euro erlöst die Ernährungswirtschaft auf Auslandsmärkten", zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Direktzahlungen der EU machen rund 52 Prozent des durchschnittlichen bäuerlichen Einkommens aus, meldet die APA.
 
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