Login
Agrardieselvergütung

Agrardiesel: Die Formulare und Fristen für Rückerstattung

Traktor beim Tanken
Thumbnail
Julia Eder, agrarheute
am
28.06.2018

Bis zum 30. Juni muss die nachträgliche Anzeige- und Erklärungspflicht für Steuerentlastungen abgeben werden. Sie ist Pflicht für die Agrardieselrückvergütung. Das sind alle Formulare und Fristen in der Übersicht.

Selbsterklärung zu staatlichen Beihilfen (Vordruck 1139) jetzt integriert

Basis für die Agrardieselrückvergütung sind die Formulare 1140 (ausführlicher Antrag) oder 1142 (verkürzter Antrag). Sie müssen bis zum 30. September abgegeben werden. Hier finden Sie die Agrardiesel-Anträge zum Ausdrucken

Bei den Anträgen, die 2017 für das Jahr 2016 abgegeben wurden, war es erstmals Pflicht, die sogenannte Selbsterklärung zu staatlichen Beihilfen (Formular 1139) einzureichen. Dies hat sich zum 01.01.2018 wieder geändert: Die benötigten Informationen werden nun in den oben genannten Agrardieselanträgen mit abgefragt (im Antrag 1140 unter Punkt 4 und im Antrag 1142 dadurch, dass der Antragsteller versichert, kein Unternehmen in Schwierigkeiten zu sein). Unter Punkt 2 werden zudem die Informationen zu dem "Erhalt von unzulässigen/unvereinbaren Beihilfen" abgefragt.

    Nachträgliche Anzeige- und Erklärungspflicht für Steuerentlastungen (Vordruck 1462)

    Mit dem Vordruck 1462 sind Angaben über bestimmte im vorangegangenen Kalenderjahr erhaltene Steuerentlastungen zu machen. Diese Erklärung muss bis zum 30. Juni 2018 erfolgen. Wer im Vorjahr die Entlastung beim Agrardiesel erhalten hat, muss hier zumindest § 57 Energiesteuergesetz (EnergieStG) ankreuzen und in der Tabelle Angaben über die verwendeten Energieerzeugnisse (Gasöl, Biodiesel, Pflanzenöl), die verwendete Menge, den entlasteten Betrag und den Anteil, der auf den Forstverbrauch entfällt, machen. Hat der Antragsteller auch noch in anderen Bereichen Entlastungen erhalten, so sind diese ebenfalls anzugeben.

    Dieses Formular muss bis zu 30. Juni 2018 abgegeben werden.

    Sie finden das Formular, indem Sie auf folgender Seite "1462" in die Suchfunktion eingeben:

    Alternativ: Befreiung von der Anzeige- und Erklärungspflicht (Vordruck 1463)

    Als Alternative zur jährlichen Erklärung kann mit dem Vordruck 1463 eine Befreiung von der Anzeige- und Erklärungspflicht für einen Zeitraum von maximal drei aufeinander folgenden Jahren beantragt werden. Auch für diesen Antrag gilt eine Frist zum 30. Juni 2018. Dann ist die Abgabe des Formulars 1462 nicht erforderlich. Voraussetzung für die Befreiung ist, dass die jährliche Steuerbegünstigung in den vorangegangenen drei Kalenderjahren nicht mehr als 150 000 € pro Jahr und Tatbestand betragen hat. Dazu sind die in den Jahren 2014 bis 2016 erhaltenen Steuerbegünstigungen im Formular anzugeben. Der Antrag auf Befreiung gilt als genehmigt, wenn innerhalb von drei Monaten nach Antragstellung kein abschlägiger Bescheid des Hauptzollamtes erfolgt.

    Auch dieses Formular muss bis zum 30. Juni 2018 abgegeben werden.

    Sie finden das Formular, indem Sie auf folgender Seite "1463" in die Suchfunktion eingeben:

    Agrardieselantrag: Allgemeine Tipps

    Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Angabe der nichtlandwirtschaftlichen Fahrzeuge legen. Hier gibt es immer wieder Probleme, wenn auf den Antragsteller zugelassene Fahrzeuge nicht aufgeführt werden. Wird ein solches Fahrzeug vom Antragsteller nicht selbst genutzt, beispielsweise weil das Auto eines Kindes nur aus versicherungstechnischen Gründen auf ihn zugelassen ist, so muss es grundsätzlich nicht in die Liste aufgenommen werden. Die Gründe dafür sollten jedoch gegenüber dem Zoll erläutert werden, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.

    Ein Festsetzungsbescheid ergeht nur, wenn von der Berechnung des Antragstellers abgewichen werden soll. Werden die Angaben dagegen unverändert übernommen, so wird der Entlastungsbetrag grundsätzlich ohne weitere Nachricht auf das vom Antragsteller angegebene Konto überwiesen.

    Der Antrag kann weiterhin in Papierform gestellt werden. Anträge, die im Rahmen der Online-Antragstellung übermittelt werden, werden jedoch mittlerweile bevorzugt bearbeitet, sodass in diesen Fällen auch die Auszahlung der Entlastungsbeträge schneller erfolgt. Die Anträge müssen bis 30. September 2018 gestellt werden. Verspätete Anträge werden vom Zoll grundsätzlich nicht berücksichtigt. Wird der Antrag elektronisch übermittelt, so muss unbedingt beachtet werden, dass der Antrag erst dann als gestellt gilt, wenn dem zuständigen Hauptzollamt zusätzlich zu den elektronisch übermittelten Antragsdaten auch der unterschriebene komprimierte Antrag zugeht.

    Mit Material von Bayerischer Bauernverband

    Verkehrsrecht: Diese Regeln sollten Sie kennen

    johndeeremit_anhangern.jpg
    Auch interessant