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Produktion und Förderung

Agrarrohstoff-Index erholt sich

© Nitr/Fotolia
von , am
31.08.2013

Bonn - Der Index der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe dürfte im August um 1,8 Prozent zulegen. Grund dafür sind die höheren Erzeugerpreise für Rohmilch und Schlachtschweine.

Diese Woche wird darüber entschieden, ob Milcherzeuger mit Superabgabe ihre Zahlung über mehrere Jahre hinweg strecken dürfen. © Mühlhausen/landpixel
Die Preise für Agrarprodukte haben sich von der Schwäche im Juli wieder etwas erholt. Der Index der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe dürfte im August um 1,8 Prozent auf 143,3 Punkte zugelegt haben, vor allem aufgrund höherer Erzeugerpreise für Rohmilch und Schlachtschweine.
 
Dennoch ist er erstmals seit zwölf Monaten um 0,8 Punkte oder 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr leicht ins Minus geraten.
 

Raps und Getreide 26 Prozent günstiger

So sind Raps und Getreide 26 Prozent preisgünstiger als im Vorjahr. Im Zuge der Ernte haben die Erzeugerpreise weiter nachgegeben. Dabei war es vor allem der Druck von den Terminbörsen, der zur Schwäche führte, obwohl aufgrund der langanhaltenden Ernte und der überdurchschnittlichen Einlagerung nicht der übliche Angebots- beziehungsweise Preisdruck entstand.

Schweinepreise: Ende der Aufwärtsentwicklung nicht in Sicht

Die kaum bedarfsdeckenden Stückzahlen an Schlachtschweinen führten im August zu einem Anstieg des Vereinigungspreises um 13 Cent pro Kilogramm innerhalb von nur drei Wochen. Ein Ende dieser Aufwärtsentwicklung ist aktuell nicht in Sicht, die Preise dürften auch weiterhin stabil tendieren. Gleichzeitig gab der Preis für Schlachtkühe merklich nach, im September erscheint aber eine Stabilisierung realistisch.

Auszahlung für Rohmilch angehoben

Die Molkereien haben ihre Auszahlungsleistung für Rohmilch im Juli wieder stärker angehoben. Molkereiprodukte sind derzeit teuer, teils mit weiter steigender Tendenz. Angesichts des begrenzten Angebotes und der robusten Nachfrage dürfte sich daran auch kurzfristig kaum etwas ändern. Daher ist in den kommenden Monaten mit weiteren Aufschlägen beim Milchgeld zu rechnen.

Marktreport: Steigende Getreidepreise und Futterkosten (29. August)

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