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Produktion und Förderung

Agrarrohstoff-Preise auf tiefsten Stand seit August 2010

von , am
01.11.2014

Bonn - Die Preise für deutsche Agrarrohstoffe sind auf den tiefsten Stand seit August 2010 gesunken. Die AMI führt den starken Einbruch auf die weltweit großen Ernten und den russischen Importstopp zurück.

© Mühlhausen/landpixel
Im Oktober 2014 büßte der Index der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) um 3,6 Prozent ein und sank auf 124,2 Punkte. Den starken Preisrückgang der Agrarpreise - allein in den vergangenen drei Monaten um neun Prozent - führt die AMI vor allem auf weltweit große Ernten und die russische Einfuhrsperre zurück. Auch in den kommenden Monaten dürfte daher der Druck auf die Preise anhalten.
 
Getreide verbilligte sich nicht nur aufgrund der reichlichen globalen Versorgung, sondern auch weil der Inlandsmarkt umsatzschwach blieb. Diesem Einfluss konnte sich zuletzt nur Körnermais entziehen. Das unerwartet geringe Angebot aus der laufenden Ernte - sowohl in den USA als auch in Deutschland - führte zu einem Preisanstieg, der noch andauert.

Preisrückgang bei Milch fortgesetzt

© AMI
Bei Schlachtschweinen ist die Marktlage wieder ausgeglichener als im September, als die Absatzprobleme im nationalen und internationalen Fleischhandel zu einem scharfen Preisrückgang führten. Dennoch scheinen größere Preisbewegungen für November eher unwahrscheinlich. Bei Schlachtkühen dürfte die Preisschwäche vorerst noch anhalten.
Weil sich die Verwertungsmöglichkeiten der Molkereien für Rohmilch in der gesamten Palette der Milchprodukte reduziert haben, hat sich der Rückgang der Milchpreise fortgesetzt. Auch in den kommenden Monaten sind bei anhaltend hohem Rohstoffaufkommen weitere Abschläge zu erwarten.
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