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Produktion und Förderung

Agrarumweltflächen: Frist zur Begrünung läuft aus

von , am
24.03.2015

In Mecklenburg-Vorpommern können ökologische Vorrangflächen zur Erfüllung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen noch bis zum 31. März umgebrochen werden.

Eiweißpflanzen dürfen auf Ökologischen Vorrangflächen angebaut werden. © landpixel
Ackerland, das als eine sogenannte ökologische Vorrangflächen oder für Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUKM) ausgewiesen wird, darf bei unverzüglich folgender Ansaat zu Pflegezwecken oder zur Erfüllung von Verpflichtungen im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen noch bis zum 31. März umgebrochen werden.  Danach ist ein Umnruch erst ab  30. Juni 2015 zulässig. Abweichend davon ist ein Umbruch dieser Flächen auch innerhalb des genannten Zeitraums dann zulässig, wenn der Betriebsinhaber auf Antrag einer Verpflichtung zur Anlage von ein- oder mehrjährigen Blühflächen im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen unterliegt und dieser Verpflichtung durch Neuansaat nachkommen muss.

Was sind ökologische Vorrangflächen?

Landwirtschaftliche Betriebe müssen grundsätzlich zunächst fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Diese Flächen müssen im Umweltinteresse genutzt werden (z.B. zum Erhalt von Hecken oder als Pufferstreifen zu Gewässern). Eine landwirtschaftlich produktive Nutzung bleibt unter bestimmten Bedingungen aber zulässig. Dazu gehört zum Beispiel der Anbau von Eiweißpflanzen, die den Stickstoff im Boden binden, oder der Anbau von Zwischenfrüchten.
Die unterschiedliche ökologische Wertigkeit der verschiedenen Arten von ökologischen Vorrangflächen wird über Gewichtungsfaktoren berücksichtigt, die von der Europäischen Kommission in einem delegierten Rechtsakt festgelegt wurden. Das heißt zum Beispiel, dass eine deutlich höhere Fläche mit Zwischenfrüchten bebaut werden muss, um diese als äquivalent zu einem Hektar nicht genutzter ökologischer Vorrangflächen anzuerkennen.

Zwischenfrüchte müssen spätestens am 1. Oktober eingesät seien

Das Greening gilt seit dem 1. Januar 2015. Die Verpflichtungen beziehen sich immer auf das Jahr der Antragstellung. Das bedeutet z. B. für einen Landwirt, der sich entscheidet, die ökologischen Vorrangflächen durch Anbau von Zwischenfrüchten zu erbringen, dass die Zwischenfrüchte für das Antragsjahr 2015 im Herbst des Jahres 2015 (bis spätestens zum 1. Oktober) eingesät werden müssen.
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