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Produktion und Förderung

Aigner befürchtet Kürzung bei EU-Direktzahlungen

© agrar-press
von , am
01.10.2012

Berlin - Die Euro-Krise könnte laut Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner dazu führen, dass bei der Europäischen Landwirtschaftspolitik der Rotstift angesetzt wird.

Lohnt sich der Anbau von Winterweizen? Mit dem Berechnungs-Tool der LfL lässt sich dies schnell herausfinden. © agrar-press
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner befürchtet, dass im Zuge der Euro-Krise die EU-Direktzahlungen gekürzt werden könnten. Es dürfe nicht sein, dass wegen der Schuldenkrise einiger Euro-Länder bei der EU-Landwirtschaftspolitik insgesamt der Rotstift angesetzt werde, warnte die CSU-Politikern zum Auftakt der Konferenz der deutschen Agrarminister von Bund und Ländern in Schöntal in Baden-Württemberg.
 

Aigner kritisiert die Grünen

"Wir brauchen stabile Direktzahlungen, weiterhin hohe Agrar- und Umweltleistungen sowie Planungssicherheit für unsere Landwirte. In diesem Punkt sind sich Bund und Länder einig", erklärte Aigner. Direktzahlungen seien zudem "ein echtes Sicherheitsnetz bei stärker schwankenden Preisen." Die EU-Direktzahlungen werden als Betriebsprämie unmittelbar an die einzelnen Bauern gezahlt - unabhängig von Art und Umfang der landwirtschaftlichen Produktion. Dadurch wurden ungewollte Anreize zur Überschussproduktion beseitigt.
 
Wie Dow Jones News berichtet, warf Aigner den Grünen im Land vor, einen Schlingerkurs zu fahren. Während die Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Renate Künast, die Abschaffung aller Direktzahlungen fordere, warne der baden-württembergische Agrarminister Alexander Bonde vor Einschnitten. Bonde könne sich offenbar nicht gegen die Bundesspitze seiner Partei durchsetzen, sagte Aigner.

Das agrarpolitische Interview: Ilse Aigner

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