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Sozialversicherung

Alterskasse: Ab 2018 zahlen Sie mehr Beiträge

gestapeltes Geld
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
28.12.2017

Die Bundesregierung hat Prognosen zur Alterssicherung der Landwirte (AdL) bis 2027 aufgestellt. Danach ist künftig mit höheren Beiträgen zu rechnen. Auch sonst wird sich einiges ändern.

Gemäß dem aktuellen Lagebericht rechnet die Bundesregierung mit deutlichen Veränderungen in der  Alterssicherung der Landwirte. 2018 steigen die Alterskassenbeiträge im Westen von derzeit 241 Euro brutto im Monat um 2 Prozent auf 246 Euro. Im Osten erhöht sich der Beitrag um 1 Prozent von 216 Euro auf 219 Euro brutto im Monat.

Alterskassenbeiträge steigen bis 2027

Bis 2027 steigen die Alterskassenbeiträge in den alten Bundesländern voraussichtlich um 46 Prozent  auf 353 Euro im Monat. Die Beiträge in den neuen Bundesländern sollen im gleichen Zeitraum um 63 Prozent auf 353 Euro im Monat klettern.

Erstmals werden die Alterskassenbeiträge im Jahr 2025 in allen Bundesländern gleich sein. Die Beitragseinnahmen erhöhen sich bis 2027 um durchschnittlich 0,1 Prozent im Jahr.

Immer weniger Beitragszahler

Die Bundesregierung geht bis 2027 von einem anhaltenden Rückgang der Beitragszahler um 3,7 Prozent im Jahr aus. Das sind insgesamt 63.000 Personen weniger. Am Stichtag, den 30. Juni 2017, lag die Zahl der Beitragszahler bei 200.300 Personen. Das sind 15,5 Prozent weniger als noch 2013.

Rückgang des Rentenbestands

Den Berechnungen zufolge setzt sich auch in Zukunft der Rückgang des Rentenbestands, also die Anzahl der gezahlten Renten, fort. Bis 2027 erwartet die Bundesregierung, dass die Altersrenten, die Renten wegen Erwerbsminderung und für Hinterbliebene um 57.000 auf rund 536.000 zurückgehen.  Das wären durchschnittlich 1,0 Prozent weniger Renten im Jahr.

Zum 30. Juni 2017 wurden laut Lagebericht rund 380.000 Altersrenten gezahlt, davon 199.000 an Männer und 181.000 an Frauen. Damit ist der Rentenbestand im Vergleich zu 2013 leicht zurückgegangen.

Rentenausgaben nehmen zu

Trotz des rückläufigen Rentenbestands steigen laut Lagebericht die Rentenausgaben bis 2027 um durchschnittlich 0,5 Prozent pro Jahr. Diese Entwicklung ist auf künftige Rentenanpassungen zurückzuführen, die von der Lohnentwicklung und der Entwicklung des Beitragssatzes in der gesetzlichen Rentenversicherung abhängig sind.

Der erforderliche Bundeszuschuss steigt

Der erforderliche Bundeszuschuss wird bis 2021 voraussichtlich um 124 Mio. Euro auf rund 2,4 Mrd. Euro jährlich steigen. Danach soll sich der Zuschuss auf diesem Niveau stabilisieren. Die Defizitdeckung durch den Bund soll verhindern, dass die finanziellen Folgen des Strukturwandels die Beitragszahler überfordern.

Bundesländer-Vergleich: So viel erwirtschafteten die Betriebe 2016/17

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