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Produktion und Förderung

AMI Rohstoff-Index behauptet sich im Juni

von , am
10.07.2012

Bonn - Im Juni konnte sich der Preisindex für deutsche Agrarrohstoffe behaupten. Höheren Erzeugerpreisen für Weizen, Mais und Schlachtrinder standen schwächere Kurse für Gerste, Raps und Milch gegenüber.

Bei 137,2 Punkten konnte sich der AMI Rohstoffindex im Juni behaupten. Die Preise für Schweine blieben trotz des kräftigen Preisrückgangs Mitte Juni nahezu unverändert zum Vormonat. Gegenüber dem Mai gewann der Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) für die 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe 0,8 Indexpunkte oder 0,6 Prozent hinzu. Das Vorjahresniveau wurde um 5,3 Punkte oder 3,7 Prozent verfehlt. Aufgrund des knappen Angebots an Jungbullen blieb der erwartete und saisonübliche Preisrückgang im Juni aus. Die Erzeugerpreise legten gegenüber dem Vormonat um ein Prozent zu und übertrafen das Niveau des Vorjahres sogar um 16 Prozent.

Stabile Getreidepreise erwartet

Ein sich verspätender Erntebeginn sowie die knappe Versorgung aus der Getreideernte 2011 ließen die Preise für Brotweizen (+10,2 Prozent) und Mais (+20,4 Prozent) im Juni deutlich steigen. Im Juli rechnen die Marktbeteiligten angesichts einer durchschnittlichen Getreideernte in Deutschland und der weiterhin engen Versorgungslage mit stabilen Preisen.
 
Dagegen dürften bei Milch schwächere Tendenzen überwiegen. Im Rindfleischhandel rechnet man urlaubs- und witterungsbedingt mit einer geringeren Nachfrage, so dass Preiskorrekturen nicht auszuschließen sind. Auch die Schweinepreise dürften sich im Juli leicht abschwächen, da die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland infolge der Ferienzeit abflaut. Daneben werden auch die Verarbeiter ihre Produktion drosseln.
 
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