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Steuer und Finanzen

AMI Rohstoffindex: Aufwärtstrend unterbrochen

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
21.12.2012

Bonn - Der Aufwärtstrend des AMI-Index für Agrarrohstoffe ist vorerst unterbrochen. Hintergrund ist der Preisrückgang für Schlachtschweine um sechs Prozent.

Mit der zusätzlichen Abrechnung nach AutoFOM-MFA hofft die Westfleich auf mehr Schweine in Gelsenkrichen. © Mühlhausen/landpixel
Der Rohstoffindex dürfte im Dezember von 151,7 auf 150,3 Punkte fallen. Vor allem der Preisrückgang für Schlachtschweine um sechs Prozent hat dem Höhenflug einen Dämpfer verpasst, während die Kurse für Brot- und Futtergetreide den Auftrieb weiter stützten.
 
Gegenüber dem Vorjahr haben die Preise der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe um 10,5 Prozent angezogen. Nach Einschätzung der AMI-Marktexperten handelt es sich um einen Rückgang auf hohem Niveau, der vermutlich keine Trendwende einläutet.

Schlachtschweine: Aufwärtstrend im Januar erwartet

Für Rinder stabilisierten sich die Preise sowohl für männliche als auch für weibliche Tiere zum Jahresausklang bereits wieder. Im Januar werden feste Tendenzen für Schlachtschweine und Jungbullen erwartet.
Auch bei Rohmilch sind die Aussichten positiv: Da die Erwartungen der Molkereien für die ersten Monate des kommenden Jahres in preislicher Hinsicht sehr stabil sind, könnten die Abschläge beim Milcherzeugerpreis im Januar moderater ausfallen als sonst zu dieser Jahreszeit üblich.

Getreide/Raps: Knappe Marktlage gut für Preise

Die Getreide- und Rapsbilanz in Europa ist deutlich enger als in Übersee. Für die kommenden Wochen ist daher in Deutschland mit steigenden Erzeugerpreisen zu rechnen, da die Verarbeiter mit Rohstoffen nur für den kurzfristigen Bedarf eingedeckt sind und die verkäuflichen Getreidemengen, die noch bei den Landwirten lagern, eher gering sind. 
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