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Produktion und Förderung

AMI-Rohstoffindex auf neuem Hoch

von , am
11.09.2012

Bonn - Mit dem Anstieg auf 143,7 hat der Rohstoffindex der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) im August ein neues 4-Jahres-Hoch erreicht.

Insbesondere höhere Erzeugerpreise für Schlachtschweine, Jungbullen und Futtergetreide haben den Index auf Rekordkurs gebracht. © AMI
Damit wurde der Kurs vom Mai 2008 eingestellt. Vor allem höhere Erzeugerpreise für Schlachtschweine, Jungbullen und Futtergetreide haben den Index auf Rekordkurs gebracht. Im Vergleich zum Juli ist der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in der deutschen Landwirtschaft um 4,3 Punkte gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind die weltweit unterdurchschnittlichen Ernteerträge. Die Aussicht auf eine sehr knappe Getreideversorgung 2012/13 ließ die Preise trotz laufender Ernte in Europa an den Terminbörsen auf neue Rekordhöhen ansteigen. Die Dürre in den USA hat die Situation bei Mais und Sojabohnen verschärft. Zusätzlich wird das ohnehin knappe Angebot an Weizen am Weltmarkt aufgrund der Ertragsausfälle in der Schwarzmeerregion nicht in dem Maße aufgefüllt werden wie vormals erwartet, und auch Gerste und Reis sind knapper als im Vorjahr.

Entspannung erst zur Ernte in Südamerika

Damit wird 2012/13 ein Jahr der hohen Rohstoffpreise. Erst mit der Ernte in Südamerika wird zum Jahreswechsel eine Entspannung möglich. Für den September erwartet die AMI auf dem erreichten hohen Niveau der Schlachtrinderpreise zumindest stabile Tendenzen. Die seit August deutlich höheren Schweinepreise werden sich wohl in Form höherer Verbraucherpreise in den nächsten Wochen bemerkbar machen. Da das hohe Preisniveau die nationale und internationale Fleischnachfrage etwas dämpft und jahreszeittypisch wachsende Schlachtzahlen normal sind, können leicht schwächere Tendenzen nicht ausgeschlossen werden. Die Preise für Rohmilch haben sich bereits im August stabilisiert, lagen aber im Vorjahresvergleich noch um 17 Prozent zurück. Für September sind weiter stabile, vielleicht sogar bereits etwas festere Tendenzen möglich.
 
 
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