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Produktion und Förderung

Analyse der Warenterminbörsen: Lebhafter Kursverlauf

von , am
06.05.2011

Mannheim/München - In der ersten Maiwoche waren die Geschäfte an den Börsen lebhaft. Aufgrund deutlicher Aktivitäten großer Kapitalanleger waren die Kurse im Tagesverlauf teilweise sehr bewegt.

An der CBoT haben sich für den Weizen alle Gewinne der Vortage wieder in Luft aufgelöst. © landpixel
Vor allem ab Mitte der Woche konnten hohe Umsätze an der Matif in Paris verzeichnet werden.
 
Raps
 
Beim Raps wird aufgrund der anhaltenden Trockenheit (der April war der zweittrockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881) mit Ertragsverlusten in Norddeutschland von 30 bis 40 Prozent gerechnet. Bei der Vermarktung der neuen Ernte sind die Erzeuger zur Zeit sehr zurückhaltend.
An der Matif wurde der neuerntige November-Kontrakt am 5. Mai mit 419,-€/t beendet, nachdem er die Kurs vorher eine Tagesschwankung von elf Euro hinter sich hatte.

Weizen EU

Bedenklich für die internationale Preisentwicklung beim Weizen sehen wir hier vor allem das Abschmelzen der Endbestände. Frankreich und UK dürften zum Ende des Wirtschaftsjahres mehr oder weniger ausverkauft sein, in Deutschland tendieren die Endbestände gegen 1,5 Millionen Tonnen. Am Donnerstag wurde der Fronttermin beim Weizen in Paris mit 244,25 €/t notiert.

Mais

Der Mais bewegt sich an den Börsen unverändert im Fahrwasser des benachbarten Weizens. Am physischen Markt halten sich die Aktivitäten weiterhin in Grenzen. Futterweizen und Braugetreide-Märkte sind zur Zeit überwiegend ruhig.

Weizen US

In Chicago an der CBoT waren beim Weizen vor allem die Ergebnisse der jährlichen Erntebesichtigungstour im Fokus der Marktteilnehmer. Hier wurden die Ernteprognosen im Jahresvergleich deutlich schlechter bezeichnet. Auch hier schlägt sich die Trockenheit deutlich im Preis nieder.

Mais und Soja US

Im Gegenzug dazu kämpfen die Erzeuger beim Mais mit zu kalten und nassen Bedingungen. Es wird immer deutlicher, dass die Landwirte im südlichen Teil des Cornbelts ihre Soja-Anbauflächen zu Lasten von Mais ausdehnen werden. Auch hier haben wir mittlerweile beängstigend niedrige Endbestände zu verzeichnen. In den letzten zwei Tagen sorgen die benachbarten Rohstoffmärkte wie Metalle und fossile Brennstoffe für deutliche Verluste auch an den Agrarmärkten, was aber aus fundamentaler Sicht für den Agrarmarkt nicht begründet werden kann.   
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