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Steuer und Finanzen

Arbeitseinkommenverordnung 2015 vorgelegt

von , am
19.08.2014

Berlin - Das Bundesagrarministerium hat die Verordnung zur Ermittlung des Arbeitseinkommens aus der Land- und Forstwirtschaft für das Jahr 2015 dem Bundesrat zugeleitet.

Infolge tendenziell günstiger Marktentwicklungen im Zeitraum der Wirtschaftsjahre 2010/11 bis 2013/14 gab es - anders als in den Jahren davor - nur positive Einkommensänderungen. © Mühlhausen/landpixel
Die Vorschrift dient dazu, für Betriebe, die weder Buchführung noch eine Einnahmen-Überschussrechnung betreiben, ein Einkommen zu ermitteln, das die Grundlage für die Gewährung des Beitragszuschusses in der Alterssicherung der Landwirte (AdL) darstellt. Als Arbeitseinkommen aus der Landwirtschaft wird bei diesen Betrieben ein korrigierter Wirtschaftswert zugrundegelegt.
 
Dieser korrigierte Wirtschaftswert errechnet sich aus dem jeweiligen Wirtschaftswert und einem sogenannten "Beziehungswert". Die Beziehungswerte werden auf der Basis des fünfjährigen Durchschnitts der Einkommen der Testbetriebe des Agrarberichts der Bundesregierung ermittelt und mit der beschlossenen Verordnung aktualisiert.

Bundeseinheitliche Beiträge in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung

Zudem wird die Verordnung zur Ermittlung der nunmehr bundeseinheitlichen Beiträge in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKV) herangezogen. Als Bemessungsgrundlage dient in der LKV ein korrigierter Flächenwert. Dazu wird der im Wesentlichen nach dem Bodenschätzungsgesetz ermittelte Flächenwert mit Faktoren aus der jeweils aktuellen Arbeitseinkommenverordnung Landwirtschaft multipliziert. Auf diese Weise soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Fläche berücksichtigt werden.
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