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Steuer und Finanzen

Athen bittet Landwirte zur Kasse

von , am
01.01.2014

Athen - Ab dem 1. Januar 2014 müssen Landwirte in Griechenland Steuern auf ihre Ländereien zahlen.

Bulgarien hat das verlängerte Verbot des Agrarlanderwerbs gekippt. © Mühlhausen/landpixel
Die neue Abgabe ist Teil einer Eigentumssteuer, die von der griechischen Regierung kurz vor Weihnachten mit großer Mühe durchs Parlament gebracht wurde, um die Auflagen der internationalen Gläubiger zu erfüllen.
 
Nach Angaben des Athener Finanzministeriums soll die neue Eigentumssteuer verschiedene alte Angaben bündeln und insgesamt 2,65 Milliarden Euro in die klamme Staatskasse spülen. Nur 152 der insgesamt 300 Abgeordneten im Parlament hatten für die neue Steuer gestimmt.

Besteuerung im Fokus

Der Abgabe sollen landwirtschaftlich genutzte Flächen ab einer Fläche von 0,1 Hektar unterliegen. Pro 0,1 Hektar ist eine Basissteuer von einem Euro zu entrichten. Erhöht wird dieser Betrag um einen gestaffelten "Lagefaktor", einen Bewässerungsfaktor sowie einen Nutzungsfaktor für Forstflächen beziehungsweise für Weiden. Hinzu kommt ein Aufschlag für jede Art von landwirtschaftlichen Kulturen auf den betreffenden Flächen.

Bauern protestieren

Für rund 90 Prozent der griechischen Bauern dürfte nach den Berechnungen des Finanzressorts eine Steuer in Höhe von bis zu 2,64 Euro pro 0,1 Hektar fällig werden. Entsprechend aufgebracht war die Stimmung unter den Betroffenen. Hunderte griechische Bauern hatten kurz vor der Abstimmung vor dem Parlament in Athen protestiert und die Bereitschaftspolizisten mit Orangen beworfen.
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