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Produktion und Förderung

Australien streicht die Dürrehilfen

von , am
03.05.2012

Canberra - Die australische Regierung schafft Kreditsubventionen für dürregeplagte Landwirte ersatzlos ab. Das kündigte Agrarminister Joe Ludwig an.

Erstmals seit mehr als zehn Jahren ist der Kontinent dürrefrei. © PeterB/pixelio.de
Die Entscheidung wird zum 1. Juli 2012 wirksam. Die Regierung nutzt damit die Gunst der Stunde. Der Kontinent gilt zum ersten Mal in mehr als zehn Jahren offiziell als dürrefrei. Den Status einer Krisenregion wird Minister Ludwig in der kommenden Woche auch für die beiden letzten Regionen, Bundarra und Eurobodalla im Bundesstaat New South Wales, aufheben. Die Abschaffung der Zinszuschüsse trifft somit keinen Betrieb akut.
 
Dennoch kritisierte der föderale Bauernverband (NFF) die Entscheidung. Minister Ludwig bekräftigte die Absicht der Regierung, ein neues System zur Unterstützung der Landwirtschaft in Fällen außergewöhnlicher Trockenheit aufzubauen. Im Mittelpunkt sollen dabei nicht länger Notfallhilfen stehen, sondern Maßnahmen zur Anpassung und Vorbereitung der Landwirtschaft auf Trockenheit.

Dürrepolitik bleibt verbesserungswürdig

NFF-Präsident Jock Laurie ließ keine Zweifel offen, dass die Dürrepolitik verbessert werden müsse. Die Zinszuschüsse abzuschaffen, ohne zuvor alternative Hilfsmaßnahmen festzulegen, sei jedoch der falsche Weg. Laurie monierte, die Regierung spanne den Karren vor das Pferd.
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