Login
Schulterschluss

Bauern und Handwerker gemeinsam gegen die Handelsriesen

Krenn
am
12.01.2016

Die bayerischen Bauern solidarisieren sich mit den Handwerkern. Die zunehmende Marktmacht der großen Handelsunternehmen drückt die Preise und den beiden Branchen aufs Gemüt. Sie fordern mehr Förderung.

Georg Schlagbauer (Präsident des Bayerischen Handwerktags), Eva Maria Rieger (Ernährungsfachfrau) und BBV-Präsident Walter Heidl. © BBV

"Für die Handwerker und Bauern geht es derzeit um die Wurst", erklärte Heidl in München beim Neujahrs-Pressegespräch. In wirtschaftliche Nöte bringen die heimischen Bauern nicht nur die niedrigen Erzeugerpreise, sondern auch die zunehmende Marktmacht der großen Supermarktketten und Handelsunternehmen. Auch die traditionellen Handwerkbetriebe wie Metzgereien und Bäckereien, die hochwertige Lebensmittel herstellen, leiden unter dem Druck des LEH.

'Hohe Differenz zwischen Erzeuger- und Verkaufspreis'

 "Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) trägt die Preisschlacht auf dem Rücken der Bauern aus", so Heidl. Die Auszahlungspreise seien in den letzten Jahren nicht proportional zu den Verkaufspreisen gestiegen. Hier greife der LEH eine höhere Marge ab. Laut AMI-Daten lag 2012 die Differenz zwischen Erzeuger- und Verkaufspreis noch bei 4,10 Euro pro Kilogramm Schweinefleisch. Derzeit liegt die Differenz mit 4,70 Euro pro Kilo deutlich höher als vor vier Jahren, während die Erzeugerpreise niedriger liegen als in 2012.

Regionales Strukturen fördern

Gleichzeitig sorgen die großen Ketten und Discounter dafür, dass traditionelle Handwerksbetriebe nach und nach verschwinden. Es komme außerdem zu einer Verödung der Ortskerne, denn Ladengeschäfte könnten dem Preisdruck der Supermarktketten, die sich außerhalb der Orte ansiedeln nicht standhalten. Der Bauernverband sieht damit auch die seit Generationen und für bestehende regionale Wirtschaft so wichtige Beziehungsgeflecht von Handwerksbetrieben und Erzeugern bedroht. Der bayerische Bauernpräsident und der Präsident des bayerischen Handwerkstags fordern daher eine stärkere Förderung der regionalen Strukturen des Handwerks und der Landwirtschaft.

 

Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Martina Hungerkamp
Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Martina Hungerkamp
Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Martina Hungerkamp
Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Martina Hungerkamp
Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Martina Hungerkamp
Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Martina Hungerkamp
Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Martina Hungerkamp
Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Martina Hungerkamp
Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Martina Hungerkamp
Auch interessant