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Schulterschluss

Bauern und Handwerker gemeinsam gegen die Handelsriesen

Krenn
am
12.01.2016

Die bayerischen Bauern solidarisieren sich mit den Handwerkern. Die zunehmende Marktmacht der großen Handelsunternehmen drückt die Preise und den beiden Branchen aufs Gemüt. Sie fordern mehr Förderung.

"Für die Handwerker und Bauern geht es derzeit um die Wurst", erklärte Heidl in München beim Neujahrs-Pressegespräch. In wirtschaftliche Nöte bringen die heimischen Bauern nicht nur die niedrigen Erzeugerpreise, sondern auch die zunehmende Marktmacht der großen Supermarktketten und Handelsunternehmen. Auch die traditionellen Handwerkbetriebe wie Metzgereien und Bäckereien, die hochwertige Lebensmittel herstellen, leiden unter dem Druck des LEH.

'Hohe Differenz zwischen Erzeuger- und Verkaufspreis'

 "Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) trägt die Preisschlacht auf dem Rücken der Bauern aus", so Heidl. Die Auszahlungspreise seien in den letzten Jahren nicht proportional zu den Verkaufspreisen gestiegen. Hier greife der LEH eine höhere Marge ab. Laut AMI-Daten lag 2012 die Differenz zwischen Erzeuger- und Verkaufspreis noch bei 4,10 Euro pro Kilogramm Schweinefleisch. Derzeit liegt die Differenz mit 4,70 Euro pro Kilo deutlich höher als vor vier Jahren, während die Erzeugerpreise niedriger liegen als in 2012.

Regionales Strukturen fördern

Gleichzeitig sorgen die großen Ketten und Discounter dafür, dass traditionelle Handwerksbetriebe nach und nach verschwinden. Es komme außerdem zu einer Verödung der Ortskerne, denn Ladengeschäfte könnten dem Preisdruck der Supermarktketten, die sich außerhalb der Orte ansiedeln nicht standhalten. Der Bauernverband sieht damit auch die seit Generationen und für bestehende regionale Wirtschaft so wichtige Beziehungsgeflecht von Handwerksbetrieben und Erzeugern bedroht. Der bayerische Bauernpräsident und der Präsident des bayerischen Handwerkstags fordern daher eine stärkere Förderung der regionalen Strukturen des Handwerks und der Landwirtschaft.

 

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