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Produktion und Förderung

Bayerische Bauern zahlen Rekordpachten

© agrar-press
von , am
14.05.2014

Neu gepachtetes Ackerland hat 2013 im Freistaat durchschnittlich 466 Euro je Hektar gekostet. Der Durchschnittspachtpreis pro Hektar lag mit 338 Euro mehr als 16 Prozent höher als 2010.

Der Preis für den Boden steigt immer weiter. In Mecklenburg-Vorpommerm sind die Pachtflächen der BVVG am teuersten. © Mühlhausen/landpixel
Nach den Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden in der Agrarstrukturerhebung 2013 rund 62.900 Betriebe ermittelt, die neben der eigenen Fläche auch Pachtfläche bewirtschaften.
 
Für ein Hektar Ackerland wurde in Bayern ein durchschnittliches Pachtentgelt von 338 Euro, für ein Hektar Dauergrünland im Landesdurchschnitt ein Entgelt von 191 Euro entrichtet. Mit 466 Euro je Hektar Ackerland sowie 276 Euro je Hektar Dauergrünland lagen die Preise für Neupachtungen aber deutlich höher.
 

Im Schnitt 338 Euro je Hektar Ackerland

Nach den Angaben der Landwirte wurde für ein Hektar gepachtetes Ackerland im Durch-schnitt 338 Euro sowie für ein Hektar Dauergrünland im Durchschnitt 191 Euro gezahlt. Im Vergleich zu den Angaben aus der Landwirtschaftszählung 2010 ist dies eine Steigerung um 16,2 Prozent bei den Pachtentgelten für Ackerland und 13,0 Prozent beim Pachtentgelt für Dauergrünland.
 
Der Durchschnittspachtpreis für ein Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche lag mit 290 Euro je Hektar um 15,5 Prozent höher im Vergleich zu 2010. Rund 8.000 Betriebe hatten Angaben zu Neupachtungen oder Pachtpreisänderungen in den letzten zwei Jahren gemacht. Hier lagen die Pachtpreise bei 416 Euro je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, bei 466 Euro je Hektar Ackerland und bei 276 Euro je Hektar Dauergrünland.

Viele Betriebe haben eigene und gepachtete Flächen

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden in der Agrarstrukturerhebung 2013 rund 25.700 Betriebe nachgewiesen, die nur eigene selbstbe-wirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche (381.400 Hektar) aufweisen. Bayernweit gibt es zudem 4.200 Betriebe, die ihre gesamten Flächen gepachtet haben (108.000 Hektar).
 
Die meisten Betriebe, insgesamt 62.900 Betriebe, haben mit 2,6 Millionen Hektar jedoch sowohl eigene als auch gepachtete Flächen. Im Vergleich zu Angaben aus der Landwirtschaftszählung des Jahres 2010 ist der Anteil dieser Betriebe um 3,7 Prozent auf insgesamt 67,8 Prozent gestiegen.
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