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Produktion und Förderung

Bayern: 3,5 Milliarden für den ländlichen Raum

© Klaus Eppele/fotolia
von , am
17.02.2015

Die EU-Kommission hat das Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums in Bayern genehmigt. Rund 40 Prozent der Mittel sind für den ökologischen Landbau sowie für Agrarumweltmaßnahmen eingeplant.

Verdaut die Kuh, entsteht Methan und Ammoniak. Die EU will bis 2030 39 Prozent der Emmission einsparen. © Andreas P/fotolia
Die EU-Kommission hat das Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums in Bayern für den Förderzeitraum 2015 bis 2020 genehmigt. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, sind damit die Mittel für das Kulturlandschaftsprogramm, die Ausgleichszulage und die Investitionsförderung bis 2020 gesichert. "Jetzt haben unsere landwirtschaftlichen Betriebe für die nächsten Jahre Planungssicherheit", sagte Brunner.
 
Die 1,5 Milliarden Euro, die aus Brüssel nach Bayern fließen, werden mit Landesmitteln und Geldern des Bundes aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz aufgestockt. Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 rund 3,5 Milliarden Euro für den ländlichen Raum in Bayern zur Verfügung.

Förderung von tiergerechter Haltung

Rund 40 Prozent der Mittel sind für den ökologischen Landbau sowie für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen eingeplant. Neu im Programm ist die Europäische Innovationspartnerschaft. Diese soll Wissenschaft und landwirtschaftliche Praxis besser miteinander verknüpfen und so helfen, neue Ideen in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen. Daneben werden Investitionen in tiergerechte Haltungsformen besonders gefördert. Auch die Umstrukturierung oder Modernisierung von landwirtschaftlichen Betrieben wird unterstützt. Bei der Förderung für Unternehmen, die landwirtschaftliche Produkte verarbeiten oder vermarkten, wird besonderes Augenmerk auf ressourcenschonende Verfahren gelegt. Mit dem europäischen Leader-Programm und der Dorferneuerung können darüber hinaus vielfältige Akzente zur Stärkung des gesamten ländlichen Raums gesetzt werden.

Investitionsförderung für Junglandwirte

Für Basisdienstleistungen zur lokalen Entwicklung sind 16 % vorgesehen, ferner 13 % für die Investitionsförderung und knapp 12 % für den ökologischen Landbau. Rund 5 % der Betriebe werden Investitionsförderungen erhalten, mit dem Fokus auf Innovationen, Junglandwirte, ökologische Landwirtschaft sowie Tierschutz und Ressourceneffizienz.
 
Diese Förderung soll nach Angaben der Kommission auch die Flurbereinigung und landwirtschaftliche Zufahrtswege abdecken. Auf 13 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Bayern stehen Projekte für den Artenschutz und ein besseres Wasser- und Bodenmanagement an. Auf 7 % der Nutzfläche soll der Treibhausgasausstoß verringert und auf 4 % der Flächen ein Beitrag zur Kohlenstoffbindung geleistet werden.
 
Nähere Informationen und Förderanträge gibt es bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie im Internet unter www.landwirtschaft.bayern.de/foerderwegweiser.
 

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