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Steuer und Finanzen

BBV: Rechnungshofpläne führen zu 'unnötigem Papierkram'

von , am
18.01.2012

Kleinbauern zahlen zu wenig Steuern, die Gewinnermittlung muss deshalb angepasst werden. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrechnungshof. Der Bayerische Bauernverband übt scharfe Kritik.

Die Reform der GAP wird sich erst ab der Förderperiode 2015 auswirken. © Mühlhausen/landpixel
Der Bundesrechnungshof hat vorgeschlagen, die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen abzuschaffen. Diese Form der Besteuerung sei ungerecht, solcherart besteuerte Betriebe zahlten zu wenig Steuern. Das sieht der Bayerische Bauernverband ganz anders. Der Vorschlag des Bundesrechnungshofes führe zu mehr Bürokratie für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe.

Mehr Papierkram, kaum Steuermehreinnahmen

"Für unsere kleineren Betriebe und vor allem die Nebenerwerbslandwirte, die ohnehin schon eine hohe Bürokratielast beklagen, würden die BRH-Pläne nur unnötigen Papierkram bedeuten", erklärt Georg Wimmer, stellvertretender Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes. Die Überlegungen des BRH würden für jeden dritte Bauernfamilie in Bayern zusätzliche Aufzeichnungen nach sich ziehen, aber keine wesentlichen Steuermehreinnahmen für den Staat. "Der Bundesrechnungshof sollte auch bedenken, ob er für oder gegen kleine landwirtschaftliche Betriebe ist", erläutert Wimmer.

Mehr Infos zum Bericht des Bundesrechnungshofes erhalten Sie hier ...
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