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Kleinbeihilfe Agrar

Jetzt beantragen – bis zu 15.000 Euro für Inklusionsbetriebe

Inklusion in der Landwirtschaft
am Sonntag, 13.11.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Auch landwirtschaftliche Inklusionsbetriebe bekommen nun im Rahmen des Kleinbeihilfe-Programms finanzielle Unterstützung. Bis zum 25.11. ist die Antragstellung möglich.

Die einmalige Zahlung der Kleinbeihilfe Agrar erhalten jetzt auch landwirtschaftliche Inklusionsbetriebe. Alle anspruchsberechtigten Betriebe werden von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) kontaktiert und können bis zum 25.11. ihren Antrag stellen.

Inklusionsbetriebe erhielten bisher keine Zahlung vom Staat, da sie normalerweise nicht in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert sind. Jene bildete die Datenrundlage für die Gewährung der Anpassungs- und Kleinbeihilfe. Für Inklusionsbetriebe läuft daher aktuell ein eigenes Hilfsprogramm.

Bekommt mein Unternehmen die Kleinbeihilfe für landwirtschaftliche Inklusionsbetriebe?

Grundsätzlich werden alle berechtigten Betriebe von der BLE kontaktiert. Anspruchsberechtigt sind, wie bei den ersten Hilfsprogrammen, Betriebe aus den Sektoren

  • Freilandgemüsebau und Obstbau,
  • Obst- und Gemüsebau mit geschützter Produktion,
  • Weinbau und Hopfen,
  • Hühner-, Puten-, Enten- und Gänsemastbetriebe und
  • Betriebe mit Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinemast.

Wie hoch ist die Kleinbeihilfe für meinen Betrieb?

Die Höhe der Kleinbeihilfe richtet sich nach Flächen- und Tierzahlen. Sie wird einmalig ausgezahlt. Für Inklusionsbetriebe gilt ebenfalls die Obergrenze von maximal 15.000 Euro pro Unternehmen. 

Die Kleinbeihilfe beträgt für

  • Schweinemast 125 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Mastschweine,
  • Ferkelaufzucht 31 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Ferkel,
  • Sauenhaltung 97 Euro je durchschnittlich gehaltene Sau,
  • energieintensiven Obst- und Gemüsebau mit geschützter Produktion 60 Euro je 100 Quadratmeter Anbaufläche,
  • Freilandobst- und -gemüsebau 379 Euro je Hektar Anbaufläche,
  • Obstbau 124 Euro je Hektar Anbaufläche,
  • Weinbau 63 Euro je Hektar Anbaufläche,
  • Hopfen 130 Euro je Hektar Anbaufläche,
  • Hühnermast 47 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Masthühner,
  • Putenmast 132 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Mastputen,
  • Entenmast 56 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Mastenten,
  • Gänsemast 72 Euro je 100 durchschnittlich gehaltene Mastgänse.
Mit Material von Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

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