Login
Produktion und Förderung

Beihilfen in Sachsen früher ausgezahlt

von , am
28.09.2011

Dresden - Landwirte in Sachsen werden ihre Direktzahlungen bereits Anfang Dezember und damit früher als üblich erhalten.

Ein Etat von 5,31 Milliarden Euro ist für das Agrarministerium in 2014 vorgesehen. © Gerd Altmann/pixelio
Landwirtschaftsminister Frank Kupfer begrüßte, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium die notwendige Zwischenfinanzierung übernehmen werde. Damit können rund 290 Millionen Euro für die etwa 7.400 Betriebe überwiesen werden. "Durch die vorgezogenen Betriebsprämien können wir den sächsischen Unternehmen helfen, die eine schlechtere Ernte eingefahren haben", betonte Kupfer.
 
Die extremen Witterungsbedingungen hätten in einigen Teilen Deutschlands zu erheblichen Ernteausfällen geführt. Die Situation in Sachsen sei zwar nicht so dramatisch wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, die Einbußen der Betriebe seien aber immer noch deutlich spürbar. Die sächsische Winterweizenernte liegt Ressortangaben zufolge etwa 11 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2010, bei Wintergerste und Winterraps gibt es ein Minus von 17 Prozent beziehungsweise 15 Prozent.

Beihilfen in diesem Jahr Anfang Dezember

Bereits 2009 und 2010 wurden die Betriebsprämien statt Ende Dezember schon zum Anfang des Monats ausgezahlt. Dem Berliner Ressort zufolge haben die meisten Bundesländer ihr Interesse bekundet, die Beihilfen in diesem Jahr Anfang Dezember auszuzahlen. Daher bemüht sich das Bundeslandwirtschaftsministerium um die Finanzierung der zusätzlichen Zwischenfinanzierungskosten von schätzungsweise insgesamt 4,1 Millionen Euro, welche durch den Zinsausfall entstehen. In Deutschland wurde die Betriebsprämie üblicherweise Ende Dezember an die Landwirte überwiesen.
Auch interessant