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Steuer und Finanzen

Betriebskosten schmälern die Gewinne

© Gerd Altmann/pixelio
von , am
09.08.2012

Aufgrund der Dürren steigen die Getreidepreise. Sie erreichten aktuell das Niveau des Jahres 1982. Doch heute drücken höhere Erzeugerkosten den Gewinn der Landwirte erheblich.

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Mehr Flexibilität beim Investitionsabzug wird durch das vom Bundestag beschlossene Bundesänderungsgesetz erreicht. © fotolia
Laut einer Umfrage des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes sorgen die Kapriolen an den Märkten für Spannungen bei den Betriebsleitern. Die Ackerbauern freuen sich über die steigenden Getreidepreise. Von "hohen" Preisen könne allerdings nicht die Rede sein, denn mit Notierungen für den Novemberkontrakt 2012 an der Pariser Börse von um die 260 Euro je Tonne liegt der Preis nahezu exakt auf dem Niveau des Jahres 1982, lautet es in der Pressemitteilung.
 
Vor 30 Jahren erhielten, dem Pressedienst zufolge, die Landwirte für dieselbe Menge Weizen im November etwas über 500 DM. Dagegen schmälerten heute Kaufkraftverluste und höhere Kosten zur Erzeugung des Getreide den Gewinn.

Hohe Getreidepreise verteuern Futter

Als echten Kostenblock müssen Tierhalter die höheren Getreidepreise einrechnen, weil sie das Futter verteuern. Auch andere Futterkomponenten wie Soja oder Ölschrote sind im Preis rapide angezogen und haben die Ration fürs Vieh kostbarer gemacht. Für Milchvieh und Mastschweine müssten die Landwirte um die elf Euro je Tonne mehr ausgeben. Deutlich teurer sei Milchpulver für die Kälber.
 
Auch andere Produktionskosten, allen voran Energie, Dünge- oder Pflanzenschutzmittel sowie Löhne, fräßen höhere Erlöse wieder auf. In den Vieh haltenden Betrieben seien parallel zu den steigenden Kosten die Erlöse sogar gesunken. Besonders schwer hätten es zurzeit die Schweine haltenden Landwirte, stellte der Landvolk-Pressedienst fest.
 

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